Mit "Füllung" eines gedruckten Objektes ist die innere Struktur eines Druckes gemeint.

Diese kann je nach Slicer-Programm unterschiedlich ausfallen. Es unzählige Einstellmöglichkeiten von Parametern, die das Muster aktiv beeinflussen. Oftmals liegt deshalb genau dort die Fehlerursache.

Das einzige bekannte „Hardware“ -Problem, das diesen Fehler auslösen kann, ist eine verstopfte Düse. Dabei  ist nicht nur die Innenfüllung fehlerhaft, sondern der komplette Druck.

Du kannst dir zu 95% sicher sein, dass falsche Slicer-Einstellungen eine zu schwache Füllung verursachen.

Englische Bezeichnung:

​Broken Infill

Mögliche Problemlösungen:

Software:

​1. ​Fülldichte erhöhen (>15%)

Überprüfe zuerst die Fülldichte in deiner Slicer-Software (z.B. Cura, Makerware, etc.). Einen Mindestwert von ca. 15 bis 20% halte ich für. Allerdings gibt es dazu verschiedene Meinungen.  Nach meiner Erfahrung verursachen geringere Einstellungen immer Probleme. Um für größere Modelle mehr Stabilität zu erhalten, solltest du diesen Wert nicht zu gering ansetzen.

​2. ​Druckgeschwindigkeit der Füllung verringern

Ein weiteres Kriterium für die Füllung ist die Geschwindigkeit, in der sie gedruckt wird. Diese kann theoretisch höher sein als die Druckgeschwindigkeit der Außenfläche, da man am Ende nichts mehr davon sieht. Auch hier gilt aber wieder die alte Regel – 3D-Druck braucht seine Zeit.

3. ​Drucktemperatur erhöhen

Um dieses Problem zu beheben, erhöhe die Temperatur der Düse. Probiere ein wenig aus und steigere die Temperatur in Schritten von jeweils um 5°C. Auf den Filamentrollen findest du meist Angaben über die zu verwendenden Temperaturen. Versuche in diesen Bereichen zu bleiben.

​4. ​Schichthöhe verringern

Auch eine zu hoch eingestellte Schichthöhe kann eine schwache Füllung verursachen, weil die benötigte Materialmenge nicht durch die Druckdüse ausgegeben werden kann.

In vielen Foren schreiben Nutzer, dass eine maximale Schichthöhe von 75% der Düsengröße nicht überschritten werden sollte (z.B. 0,30 mm für eine 0,40 mm Düse).

​5. ​Fülllinien erweitern

​Hast du das Gefühl, dass die Füllung zu schwach ist, kannst du in einigen Slicern die Anzahl der Fülllinien erweitern. Damit wird die Füllung kräftiger, jedoch dauert der Druck länger und es wird mehr Material benötigt

6. ​Füllmuster ändern

Jedes Slicer-Programm gibt andere Muster als innere Struktur vor. Es können Gittermuster, Dreiecke, Wabenform und viele andere gedruckt werden. Verändere das innere Muster um, eventuelle Probleme zu umgehen.

Hardware:

7. ​Düse „entblocken“

Es ist generell wichtig, dass die Düse sauber und von alten Materialresten befreit ist. Unregelmäßige Materialflüsse beeinflussen den 3D-Druck enorm. Wie du deine Düse „entblocken“ und dem Problem der verstopften Düse vorbeugen kannst, findest du hier.

​Es war nicht der richtige Druckfehler?

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