Wie soll auf einem instabilen Fundament Schicht für Schicht optimal haften bleiben und unser Modell schrittweise aufgebaut werden?

Die Blasenbildung kann unterschiedliche Folgen haben. Im schlimmsten Fall kann sich das Modell vom Druckbett lösen und den 3D-Druck zerstören. Es kann sein, dass du diesen Fehler erst bemerkst, wenn du das Druckobjekt aus dem Drucker nimmst und es dir anschaust. Das Bild zeigt dir, welche Qualitätseinbußen dieser Druckfehler mit sich bringt.

Englische Bezeichnung:

​Bubbling in the base layer

Mögliche Problemlösungen:

Hardware:

1. ​Druckbett nivellieren

Eine falsche Kalibrierung kann zu einer Materialverwerfung führen. Unterschiedliche Abstände zwischen Düse und Druckbett führen in der Regel auch zu Haftungsproblemen.

​9. ​Filament trocknen

Es ist wichtig, dass du das Material richtig lagerst. Schütze es unbedingt vor UV-Strahlen und Feuchtigkeit.

Hat das Material zu viel Feuchtigkeit aufgenommen, können beim Schmelzen kleine „Explosionen“ auftreten, welche die Haftung auf dem Druckbett negativ beeinflussen.

Hier findest du weitere Informationen, wie du das Filament trocknen kannst.

Software:

​2. ​Drucktemperatur verringern

Achte auf die Herstellerangaben deines Filaments und passe deine Druckeinstellungen entsprechend an. Ist die Temperatur zu hoch gewählt, können die Schichten nicht ordnungsgemäß aushärten.

​3. ​Druckbetttemperatur reduzieren

Je nach Materialsorte musst du die Druckbetttemperatur deines 3D-Druckers anpassen. Das kann variieren, aber sollten sich Blasen in der Unterschicht gebildet haben, dann solltest du die Temperatur reduzieren.

​4. ​Lüftergeschwindigkeit erhöhen

Wie schon im Punkt 1 erwähnt, muss jede einzelne Schicht aushärten, bevor die nächste darauf gedruckt werden kann. Überprüfe deshalb die Kühleinstellung und die Position des Lüfters.

​5. ​Druckgeschwindigkeit reduzieren

Durch das Verlangsamen der Druckgeschwindigkeit hat das geschmolzene Filament mehr Zeit, sich wieder abzukühlen. Dies ist besonders bei kleinen Druckobjekten wichtig.

​6. ​Unterextrusion vermeiden

Auch die Unterextrusion kann ein Grund für Blasenbildung sein. Beobachte den Druck der ersten Schichten genau. Eventuell wird die Düse noch durch altes Restmaterial blockiert.

​7. ​Anzahl der unteren Schichten erhöhen

Erhöhe deine Unteren Schichten, damit das Fundament stabiler wird und dein Objekt auf dem Druckbett haften bleibt. Ganz beheben kannst du das Problem damit nicht, jedoch kaschieren (siehe Foto).

​8. ​Rückzug verringern

Aufgrund zu großen Rückzugswegs kann es zu Lücken bei der Extrusion kommen. Eine sogenannte Unterextrusion ist hier die Folge. Dein Drucker schafft es in diesem Fall nicht, ausreichend Material für die vorgesehen Position zu extrudieren. Das beeinflusst die Grundstabilität, da sich die einzelnen Schichten an manchen Punkten nicht miteinander verbinden.

​Es war nicht der richtige Druckfehler?

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