Der 3D-Druck wird in naher Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen, denn man kann Objekte jeglicher Art und Form herstellen. Doch auch hier gibt es Grenzen, besonders beim FDM Druckverfahren.

Viele Modelle sind nicht einfach nur gradlinig aufgebaut, wo der Drucker Schicht für Schicht aufeinander drucken kann. Es werden zum Beispiel Hohlräume, Taschen und Schrägen benötigt, die dann aber theoretischer Weiße in der "Luft" gedruckt werden müssen. Das heißt die Schichten haben keine Basis auf den sie sich nacheinander aufbauen können.

Was nun? Wie können wir trotzdem unser Modell Drucken?

Englische Bezeichnung:

​Poor Surface Above Supports

Mögliche Problemlösungen:

Software:

​1. ​Stützstruktur aktivieren

In deinem Slicer-Programm kannst du die Stützstruktur aktivieren. Wenn du diese Option ausgewählt hast, erzeugt die Software automatisch Stützstruktur an den Stellen wo diese auch benötigt werden. Hier solltest du eine gute Balance wählen. Denn wenn du diese zu stark wählst kann es passieren, dass du diese dann nur mit Schaden am Modell wieder weg bekommst. Wählst du diese aber zu schwach, dann wird diese verdrückt bzw. dient dann nicht wirklich als "Stützstruktur". ​

​2. ​Fülldichte erhöhen

Ein weiterer Punkt ist die Fülldichte der inneren Struktur zu vergrößern, damit erhöhst du die Stabilität deines Bauteils.

​3. ​Schichthöhe verringern

Dies ist ein wichtiger Punkt um einen besseren Überhang zu erzeugen. Es werden mehr dünne Schichten hergestellt, die dann jeweils als Basis für die kommenden Schichten dienen. Das abkühlen der einzelnen Schichten geht deutlich schneller, somit können Übergänge besser realisiert werden.

​4. ​Lage des Objektes ändern

Die vielleicht leichteste Änderung die du machen kannst ist die Lage deines Objektes zu verändern. Versuche dein Objekt so zu drehen das es wenig Flächen gibt, die der Drucker in der "Luft" drucken muss.

Konstruktion:

​5. ​Eigene Stützstruktur entwerfen

Hast du das Modell selbst erstellt, füge einige Stützstrukturen ein. Achte darauf, dass sich diese nach dem Druck gut lösen lassen, damit der Druck nicht zerstört wird.

Fazit - lieber einige kleine Hilfselemente einbauen als große, schwer zu lösenden Formen.

Hardware:

​6. ​Dual-Extruder verwenden

Das Beste was man machen kann, um solche Probleme zu umgehen ist mit zwei verschiedenen Materialien zu arbeiten. Dafür benötigst du aber ein Drucker mit zwei Extrudern. Mit dem einen Extruder wird dein gewünschtes Material verwendet. Der zweite Extruder ist nur dafür da die Stützstrukturen zu drucken und dieses kann zum Beispiel wasserlösliches PVA sein.

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