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Allgemeines 3D-Druck Wissen

Die Geschichte des 3D-Drucks – 2010er Jahre – Jahrzehnt voller Chancen!

2010er Jahre - Jahrzehnt voller Chancen!

Seit gut 30 Jahren ist der 3D-Druck vor allem in der Industrie (Automobil, Luft- und Raumfahrt, Militär) präsent und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Die Anzahl der 3D-Drucker Hersteller wächst stetig. Alle wollen sich auf dem Feld 3D-Druck gut positionieren.

Der hohe Innovationsgeist der Branche lässt den 3D-Druck rasant wachsen. Daraus entstehen neue Branchen, die den 3D-Druck für sich entdecken.

Besonders die Medizin zeigt ein verstärktes Interesse, da individuelle und angepasste Medizinprodukte von nun an auch preislich möglich sind.

Was hat sich von 2010 bis 2019 alles getan?


2010

2010 - Prototyp eines gedruckten Autos

Die kanadische Firma „Kor Eco-Logic“ druckte 2010 den ersten gedruckten Prototyp eines Autos.

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Bildquelle: autobild.de

Die Komponenten des Urbee 2 wurde mittels FDM-Druckverfahren hergestellt. 

2011

2011 - Hörgerätehersteller und die Dentalbranche nutzen den 3D-Druck in verstärktem Maße.

2011 - Die Cornell University beginnt mit der Entwicklung von 3D-Lebensmitteldruckern.

2011 - Die Firma „Ultimaker“ verkauft seinen ersten 3D-Drucker, den Ultimaker Originals.
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Bildquelle: 3dnatives.com

2012

2012 - „Stratasys“ und „Objet“ fusionieren. Daraus entsteht „Stratasys Ltd“.

2012 - Die Firma Mcor bringt Mcor Iris auf den Markt

Mit diesem 3D-Drucker (SDL-Druckverfahren) konnte man erstmalig 3D-Modelle aus farbigem A4-Papier erstellen.


2012 - Die Firma Formlabs stellt den Form 1 vor

Die Firma „Formlabs“ stellt den Form 1 auf Crowdfunding-Plattform Kickstarter vor und generierte so 3 Millionen an Finanzmitteln.

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Bildquelle: Formlabs.com

Kurze Zeit später verklagt „3D Systems“ Formlabs und Kickstarter wegen Patentverletzung. 2014 einigen sich alle Beteiligten.


Die Auslieferung des Form 1 startete im Jahr 2013.


2012 - Die erste Kieferprothese wird 3D-gedruckt und transplantiert.

2013

2013 - „Stratasys Ltd.“ übernimmt „Makerbot“

2013 - Neue Drucktechnologie: AKF

Der Spritzgussmaschinenhersteller "Arburg“ stellt den Freeformer vor.


Beim AKF (ARBURG Kunststoff-Freiformens) Druckverfahren wird handelsübliches Kunststoffgranulat aufgeschmolzen und anschließend in kleiner Tröpfchenform wieder ausgegeben.


2013 - Hybride Metallverarbeitungsmaschine

2013 stellt der große Maschinenhersteller „DMG Mori Seiki“ die erste hybride Maschine vor – eine Kombination aus additiver und subtraktiver Fertigung für Metallbauteile.

2014

2014 - Neue Drucktechnologie: BAAM

Der amerikanische Maschinenhersteller „Cincanatti“ stellt das BAAM(Big Area Additive Manufacturing) vor.


Dieses Verfahren funktioniert ähnlich wie das FDM-Verfahren, dabei werden hauptsächlich speziell große Bauteile gedruckt.

2015

2015 - Neue Drucktechnologie: Clip

Die Kalifornische Firma „Carbon3D“ ihr neues Druckverfahren vor. Das CLIP-Druckverfahren (Continuous Liquid Interface Production) arbeitet mit aushärtenden Photopolymeren.


Es ähnelt dem SLA-Druck.


2015 - FDA Zulassung für Wirbelsäulenimplantate

„Oxford Performance Materials“ erhält von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung für 3D-gedruckte Langzeit- Polymer-Wirbelsäulenimplantate.


2015 - FDA Zulassung für Tabletten aus dem 3D-Drucker

„Aprecia Pharmaceuticals“ erhält die FDA- Zulassung für verschreibungspflichtigen Pillen aus dem 3D-Drucker.

Dies gilt als absolute Neuheit in der Branche.

2016

2016 - Neue Drucktechnologie: MJF

Hewlett-Packard „HP“ bringt seine Multi Jet Fusion Technologie (MJF) auf den Markt und möchte damit die 3D-Druck Branche revolutionieren.


2016 - Adidas druckt Schuhe speziell auf Kundenwunsch

2016 - Daniel Kellys Labor druckt Knochen in 3D.

2016 - „Local Motors 3D“ druckt ein selbstfahrendes Shuttle „Olli“ mithilfe einer BAAM Maschine von Cincinnati.  
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Bildquelle: str-online.ch

2017

2017 - FDA Zulassung für gedrucktes Schädelimplantat

2017 bekommt die schwedische Firma „OssDsign AB“ die FDA Zulassung für ihr 3d-gedrucktes Schädelimplantat. Dieses besteht aus einem proprietären Calciumphosphat-Verbundwerkstoff, der mittels Titan-Skelett verstärkt wurde.

2018

2018 - Herstellung von Carbon Bauteilen

Fazit:

Dieses Jahrzehnt war ein Quantensprung in der Geschichte des 3D-Drucks.

Große Firmen entwickelten neue Drucktechnologien, um die additive Fertigung auch für Kleinserien wirtschaftlich zu machen.

Wir sind in einigen Fällen weit über die reine Prototypenfertigung der letzten Jahrzehnte hinaus.

Weiterhin wurden Materialien entwickelt, die wichtige Zulassungen von staatlichen Behörden bekamen.

Dieser wichtige Schritt ermöglichte der additiven Fertigung in den einzelnen Anwendungsfeldern weitaus größere Marktanteile zu generieren.

In den vorangegangenen vier Beiträgen haben wir die Entwicklung des 3D-Drucks sehr gut beobachten können. Jede Entwicklung in den letzten vier Jahrzehnten hat die additive Fertigung vorangebracht.

Aus kleinsten Ideen sind große Firmen entstanden, die nun Vorreiter auf einem global wachsenden Markt sind.

Ich bin gespannt, wohin die Reise des 3D-Drucks geht und welche Etappen in Zukunft absolviert werden.

Ich hoffe, dir hat der Einblick in die Geschichte des 3D-Drucks gefallen. Auch in Zukunft werde ich weiter daran arbeiten und diese Zusammenstellung weiterentwickeln.

Falls du Widersprüche findest oder Entwicklungen kennst, die mit erwähnt werden müssen, dann schreibe mir doch einfach.  

Ich würde mich freuen, mit dir gemeinsam die 3D-Druck-Historie so detailgetreu wie möglich rekonstruieren und festhalten zu können.

Hier geht es zu den anderen Jahrzehnten:

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  1. Hallo Marcel,
    sehr interesanten und dokumentirte Artikel.

    Ich bekomme weitere Newsletter von All3DP und Fillamentum.
    Ich bin erstaunt wie weit entwikelt sind die Chinesen als 3D-Druker hersteller fir privat Nutzer als die Europäer. Hier in EU., was ich kenne, ist die Firma Prusa aus Prag-Cehien sonst welche?.
    Eine Renking von die Staten die 3D-Druck verfahren benutzt und entwikeln were eine interesante Artikel.
    Wir sind leider noch zu "begrenzt" in unsere Vorstellung zu begreifen wie großartig und komplex diese Neu Technologie sei. Wenn jetzt eine Neu Form projeziert wird, mann denkt noch zu stark an alten Technologie und das begrenzt die Entwiklungs Möglichkeiten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Bogdan

    1. Hallo Bogdan, ja gerade was 3D-Drucker für Privatnutzern angeht, sind viele chinesische Hersteller zu finden. Das liegt meiner Meinung nach, an den günstigen Herstellungskosten, die sich in Europa kaum eine Firma leisten kann.

      Im Industriesektor sieht es dagegen schon anders aus. Gerade die Firma EOS aus München, gehört da zu den weltweiten Platzhirschen im Bereich industriellen 3D-Druck.

      Die Idee bzgl. des Ranking von Staaten, die den 3D-Druck nutzen, finde ich sehr gut.

      Ich bin auch deiner Meinung das wir uns selbst noch begrenzen, was die Möglichkeiten des 3D-Drucks angeht.

      Hier muss ein umdenken stattfinden, was natürlich leichter gesagt ist, als getan. 🙂

      Es bleibt spannend!

      Freundliche Grüße
      Marcel

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