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Allgemeines 3D-Druck Wissen

Die Geschichte des 3D-Drucks – 2000er Jahre – Die Branche boomt!

2000er Jahre - Die Branche boomt!

Der 3D-Druck ist seinen Kinderschuhen entwachsen und entwickelt sich stetig weiter.

Aufgrund seines Facettenreichtums wird er nicht nur in den verschiedensten Industriebereichen wahrgenommen, sondern auch die Medien werden auf über diese „neue“ Technologie zunehmend aufmerksam.

In diesem Jahrzehnt liefen wichtige Patente aus, die den Hype um die additive Fertigung weiter beflügelten.

Schauen wir die Meilensteine des 3D-Drucks in den Anfangsjahren des neuen Jahrtausends genauer an.


2000

2000 - Neue Drucktechnologie: PJ/PJM

In diesem Jahr ließ sich die israelische Firma „Objet“ das PJM-Druckverfahren (PolyJet-Modeling) patentieren.


„Objet“ fusionierte 2012 mit „Stratasys“ und gehört seitdem zu den größten Herstellern von 3D-Drucksysteme weltweit.


Info:

PJM und MJM (MultiJet Modeling) sind aus der Sicht eines Laien fast dasselbe. Jedoch besitzt Stratasys die Patentrechte für PJM und 3D Systems die Rechte für MJM.

2001

2001 - Neue Drucktechnologie: DLP

Ende 2001 stellte Envisontec auf der Fachmesse EuroMold2001 ihre neue Drucktechnologie DLP (Digital Light Processing) vor.


Ein sehr wichtiges Verfahren, welches heute in verschiedenen DESKTOP-3D-Druckern verwendet wird.

2002

2002 - Neue Materialart: Sand 

Extrude Hone – brachte 2002 den nächsten 3D-Drucker auf den Markt, den S10.


Mit diesem konnten Sandformen für den Metallguss gedruckt werden. Der S10 wird als „indirekter“ 3D-Drucker bezeichnet, da dieser eher für die Formgebung des eigentlichen Bauteils verwendet wird.


Extrude Hone war die Firma, die 1998 den 3D-Drucker ProMetal RTS-300 auf den Markt brachte. Dieser konnte Metallpulver mittels der Binder Jetting Technologie verarbeiten.

2002 - Erster Bio-Plotter

Envisontec startete den Verkauf ihres ersten Bio-Plotters.


Damit werden Stützstrukturen für das Tissue Engineering - die künstliche Herstellung von biologischem Gewebe – erstellt.  


2002 - Neue Drucktechnologie: DMD

Im Jahr 2002 startete Precision Optical Manufacturing(POM) den Verkauf ihrer Laser-Auftragsschweißsysteme (Direct Metal Deposition, DMD), mit denen erstmalig unterschiedliche Metallpulver verwendet werden konnten.

2003

2003 - Neue Drucktechnologie: SDL

Die Brüder Fintan und Connor MacCormack erfanden das SDL-Verfahren (Selective Deposition Lamination).


Dieses Druckverfahren ist eine Weiterentwicklung des LOM-Verfahrens.


Mit dieser Erfindung gründeten beide das Unternehmen „Mcor Technologies Ltd“.


2003 - Neue Drucktechnologie: DMLS

Auch „EOS“ stellte in diesem Jahr ein „neues“ Druckverfahren vor. Die EOSINT M 270 Maschine arbeitete mit dem DMLS - Druckverfahren(Direct Metal Laser Sintering).


Im Vergleich zur SLS Technologie (Material: Kunststoffe), bei der mit einem CO2-Laser gearbeitet wird, kommt hier ein Hochleistungs-Laser zum Einsatz.


Den hier werden höhere Temperaturen um die 1500°C benötigt.

2004

2004 - Das RepRap-Projekt entstand

Dr. Adrian Bowyer startete 2004 das RepRap Projekt - eine Open-Source-Initiative zur Entwicklung eines 3D-Druckers, der sich im Prinzip selbst herstellen oder mindestens die meisten seiner Teile selbst drucken konnte.

Bildquelle: en.wikipedia.org

So erhielt auch die FDM-Technologie eine große Bekanntheit in der Maker-Community.


2004 - Firma Trumpf stellt ihren Metall 3D-Drucker vor

Die deutsche Firma „Trumpf“ stellte 2004 auf der EuroMold ihr neues DMD Druckverfahren (Direct Metal Deposition) vor. 


Durch die unterschiedliche Arbeitsweise zu SLS und DMLS wird das Direct Metal Deposition häufig für Reparaturen von Bauteilen genutzt.

2005

2005 - Hochauflösender Farbdrucker

Im Jahr 2005 brachte „ZCorporation“ den ersten hochauflösenden Farbdrucker auf den Markt, den Spectrum Z510.

Bildquelle: scientificservices.eu

2007

2007 - Neue Drucktechnologie: FTI

3D Systems verkaufte 2007 neue Drucksysteme, die mit dem FTI- Druckverfahren (Film transfer imaging) arbeiteten.


2007 - Gründung von Shapeways in den Niederlanden

2008

2008 - RepRap-Baupläne frei zugänglich

Am 28.Mai 2008 veröffentlichte Dr. Adrian Bowyer die Baupläne seines 3D-Druckers.


Hier siehst du Ihn, mit einem gedruckten Schnapsglas.

Bildquelle: 3dprintingindustry.com

Mit seinem Replicating Rapid-Prototyper (kurz RepRap), der sich als erster Open Source 3D-Drucker (unter der offenen GNU Lizenz) selbst herstellen konnte, ging er damit in die Geschichte ein.


Darwin“ war demzufolge der erste selbstreplizierende 3D-Drucker.


2008 - Neue Drucktechnologie: MLS

Auf der EuroMold 2008 stellte „Huntsman Advanced Materials“ einen 3D-Drucker vor, der auf der MLS (MicroLightSwitch) Technologie basiert.


Diese funktioniert annähernd wie die SLA Technologie.


Den Unterschied macht das Material, welches in ursprünglich weiß ist. Sobald UV-Strahlen  auf die Flüssigkeit treffen, wird das Material schwarz.  


Damit konnten Lackierungen eingespart werden.


2008 - Die erste Tierprothese wurde in 3D gedruckt.

Bildquelle: krone.at

2009

2009 - FDM-Patent ist ausgelaufen

2009 - LOM-Desktop 3D-Drucker

Die Firma „Solido“ stellte 2009 einen Desktop 3D-Drucker vor, der mit der LOM-Technologie arbeitet.


Der SD300 kostete mit allem Zubehör rund 15.000 US$.


Da das zu dieser Zeit sehr preiswert war, erlangte die Firma damit sehr viel Aufmerksamkeit.


2009 - Erster FDM-3D-Drucker für Zuhause

Firma „Makerbot“ bot die ersten 3D-Drucker für Zuhause an.


Der Bausatz, der nach dem Vorbild von RepRap des Tüftlers Dr. Adrian Bowyer erschien, war der Cupcake CNC. Mit einem Preis von 750$ war er für viele erschwinglich.

Bildquelle: collection.maas.museum

Ab diesem Moment zog der 3D-Drucker in zahlreiche Keller und Bastelstuben ein.

Fazit:

Neben den zahlreichen Firmen, die sich rund um die additive Fertigung entwickelten, war dieses Jahrzehnt vor allem durch das Auslaufen des FDM-Patents geprägt.

Ab diesem Zeitpunkt konnte der 3d-Druck endgültig in der Fläche genutzt werden.  

Rückblickend war das der Startschuss für die Entwicklung und Produktion der zahlreichen FDM-Desktop-3D-Drucker, die wir heute kennen und die in einigen Garagen bzw. Wohnungen Einzug gehalten haben.

Von Unternehmen wird der 3D-Druck in diesem Jahrzehnt vor allem für die Prototypenfertigung genutzt.

Hier geht es zu den anderen Jahrzehnten:

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