Review vom 3D-Drucker Anet 4

Lukas hat mir einen weiteren Testbericht zugesendet. Nachdem er in seinem ersten Review sich den EasyThreed Nano näher angeschaut hat, beleuchtet er hier den neuen 3D-Drucker von Anet, genauer gesagt den Anet ET 4In diesem Bericht findest du seine persönliche Einschätzung zu diesem 3D-Drucker.


Anet. 


Ein ziemlich berühmter Name in der 3D Druck Welt. Viele die Anet hören denken direkt an den ersten bekannten Billigdrucker Anet A8. Einer der meist verkauften Privat 3D Drucker, den es überhaupt gibt. Jedoch wies dieses Gerät erheblich viele und auch gefährliche technische Mängel auf, welche oft einen Brand der Maschine zur Folge hatten. 


Schlagzeilen von abgebrannten Wohnungen überschlugen sich und der Name dieser Firma kam ziemlich in Verruf.


Doch anscheinend versuchen Anet jetzt mit ihrem neusten Gerät mit dem Kapitel abzuschließen und ihren Ruf zu verbessern.


Warum ich denke, dass das folgende Gerät zwar ein netter Versuch war, Anet dennoch viele Chancen vertan hat erfahrt ihr jetzt.


​Ausstattung


​Vom Anet ET4 existieren 2 Versionen.

Einmal eine recht laute Version, welche ich zum testen zur Verfügung gestellt bekommen habe, und eine leise Version mit TMC Stepper Driver. Der Aufpreis für die leise Version sind derzeit 20€.


Der Druckraum ist mit 220 × 220 × 250 mm. Das absolut plane und beheizte Druckbett mit  Glas hat eine erstaunlich gute Haftung. Dank eines ansteckbaren Sensors ist automatisches Leveling möglich. Das ist zwar nicht so komfortabel wie mit einem fest installierten Sensor aber für den Preis vollkommen OK.


Ein Filament-Sensor erkennt, falls das Filament reißt oder zu Ende geht. Der Druckvorgang wird dann pausiert und kann nach dem Auffüllen fortgeführt werden…. Sollte er jedenfalls. Mehr dazu später.


Auch nach einem Stromausfall setzt der ET4 den Druckauftrag üblicherweise ohne (große) Probleme fort.


Im Internet findet man leider derzeit kaum Informationen über die Komponenten, die verwendet wurden. Deswegen hab ich mich dazu entschieden die Bodenplatte zu entfernen und nachzusehen.

Der Drucker ist ein 24V System, betrieben von einem Chinesischen 240W Netzteil.

Verbaut wurde ein selbst entwickeltes Board mit einem 32 Bit Prozessor.

​Der Touchscreen ist ebenfalls eine Eigenentwicklung von Anet. Das User Interface ist sehr performant und simpel.

Aufbau und Inbetriebnahme


Der Drucker kam ordentlich gepolstert und verpackt bei mir an. Im Karton befanden sich das vormontierte Unterteil inklusive Druckbett, die vormontierte Z-Achse und der montierte Druckkopf.


Außerdem lagen eine Tüte mit Schrauben, Werkzeug, Micro-SD-Speicherkarte und 10 Meter weißes PLA-Filament bei, zudem ein Spulenhalter und ein Kaltgerätekabel. Die Aufbauanleitung war leicht verständlich.​ 


Der Zusammenbau war schnell und einfach erledigt. Einfach die 2 Teile miteinander verschrauben und das Hotend einschieben. Danach die Lagerräder einstellen, die Riemen durch das versetzen des Motors spannen und alles verkabeln. Fertig. 

Die Langlöcher, welche es erlauben den Motor zu versetzen sind meiner Meinung nach nicht lang genug, um den Riemen längerfristig ordentlich zu spannen.


Der gesamte Aufbau hat bis zu diesem Punkt knapp eine Viertelstunde gedauert.


Anet ET4 Probleme


​Doch nun kommen wir zu den Schattenseiten dieses Druckers und die gibt es leider zuhauf:


Möchte man die SD Karte laden muss der Drucker komplett neu gestartet werden. Dies ist erwähnenswert, aber kein Weltuntergang.


Nerviger sind allerdings einige Konzeptfehler:

Zum Beispiel hat die Z-Achse ihren Endschalter oben statt unten, weswegen der Drucker Ewigkeiten braucht um sich zu kalibrieren. Jetzt mal ehrlich. Was hat man sich dabei gedacht? Um einen Druck zu starten Fährt der Drucker dümmsten Falls von Unten ganz nach oben, um dann noch mal nach unten zu fahren. Bricht man dann einen Druck ab, geht das ganze Spiel wieder von vorne los. Ich verstehe es nicht…


Nachdem der Drucker nach einem Stromausfall einen Druck fortsetzen möchte homed er sich brav, fährt dann aber mit einem Schneckentempo zur letzten Position und hält diese Geschwindigkeit, bis die Feedrate im Gcode wieder angepasst wird. Dies ist sehr nervig in Kombination mit dem Z Endstop Problem. Ich durfte bei dem Test 4 Minuten warten bis der Drucker wieder auf der richtigen Position war.


Zudem muss man auch bedenken, dass der PTFE Schlauch und die Kabelzuleitung im Homingzustand extrem gestresst und gebogen werden. Das kann und wird auch wahrscheinlich später zu Problemen führen.


Nachdem der Drucker nun alle Endschalter berührt hat und das Homing eigentlich vorbei ist fahren X und Y eigenartigerweise sehr langsam an eine extrem merkwürdige Position. Dies bedeutet: Nicht nur wegen dem, für mich nicht nachvollziehbaren Z-Endschalter Design, sondern auch wegen dumm eingespeicherten Endpositionen dauert das Homen so lange, dass ich währenddessen einen Kaffee machen konnte.


Auch das Flachbandkabel, welches links an einen Unterverteiler an der X Achse angeschlossen wird, birgt seine Probleme mit sich. Zum Beispiel knickt das Kabel zwangsläufig immer nach unten ab, was den Port und das Kabel stresst und auch weitere Unschönheiten mit sich zog. Mir ist es während den Tests schon zum Beispiel mehrmals passiert, dass sich das Kabel an den Druckbettstellschrauben verhakte.


Übersetzungsfehler sind auch zu finden.

Wie lange kann man 3D Drucker produzieren und dabei den Unterschied zwischen “Extrude” und “Retract” nicht verstehen? Sorry aber das ist einfach nur peinlich.


Das größte Problem, welches ich mit diesem Drucker habe, ist allerdings der Fakt das die Firmware komplett selbst entwickelt wurde, closed source und buggy ist und absolut minimalistisch gehalten.


So schickt der Drucker an Druckserver und Slicer schlicht keine Filament Runout Nachricht. Das Filament Runout Sensor funktioniert also nur, wenn man über die SD-Karte druckt.


Auch unterstützt der Drucker zwar Auto Bed Leveling, kennt aber kein G29 GCode Kommando. Glückwunsch, Anet!


Druckserver wie Repetier Server/Octoprint bringen das Gerät zum Stottern und falls der Anet ET4 von der SD-Karte druckt, allerdings gleichzeitig über USB verbunden mit einem Computer verbunden ist, hat das Gerät mysteriöse Positionsaussetzer.


Alles in allem: Druckserver richtig und effektiv zu nutzen kann man aktuell vergessen. Sehr Schade.


Druckqualität


​Und jetzt mal Schluss mit dem Gemecker und endlich was Gutes:


Out of the Box kommt (bei mir) ein sehr gutes Druckbild zustande.


Die Haftung auf dem Druckbett aus Glas ist unglaublich gut. Dank der ABL-Funktion ist die Haftungsproblematik deutlich geringer als bei anderen Druckern in der Preisklasse ohne diese Funktion.


Wie bei allen FFF/FDM-Druckern gilt hier auch: Die Slicer Einstellungen müssen passen. Ich habe zum Testen den allseits bewährten PrusaSlicer benutzt. Mit nur wenigen Abweichungen von den Standardeinstellungen lieferte die Maschine eine sehr gute Qualität ab.


Das beigelegt Filament allerdings ist nicht nur viel zu wenig für zum Testen und von der Qualität müssen wir auch nicht reden.

Black Panther Büste

​Fazit:


​Trotz einer guten Ausstattung und einem ordentlichen Druckbild ist das Fazit des ET4 sehr zwiespältig.


Ohne einige Nachbesserungen und Abstrichen ist der Drucker letztlich nur teurer, schön aussehender Schrott.


Wer seinen Drucker als Werkzeug betrachtet und langfristig frustfreier arbeiten will, sollte sich einen anderen Drucker suchen. Für Anfänger ist der ET4 deutlich schlechter geeignet als andere Drucker derselben Preiskategorie.


Der berühmte Creality Ender 3 oder Anycubic i3 Mega haben zwar eine etwas schlechtere Ausstattung und sind nicht so schick, funktionieren aber größtenteils makellos und sind ausgereifter.


Wer sich mit 3D-Druck auskennt und weiß, worauf man achten muss, der bekommt mit dem ET4 einen verhältnismäßig guten und gut ausgestatteten FDM-Drucker zu einem fairen Preis. Wer 3D-Druck als Hobby betrachtet und keine Angst vorm Schrauben hat, der kann beim ​​ET4 (mit Bedacht) zugreifen.

EasyThreed Nano – Ein 3D-Drucker für Kinder?

​Dies ist ein Testbericht von einem 3D-Druck Fanatiker und echten Experten, ​rund um den 3D-Druck. Lukas hat sich die Mühe gemacht den EasyThreed Nano auf Herz und Nieren zu prüfen. In diesem Bericht findest du seine persönliche Einschätzung zu diesem 3D-Drucker.


Der EasyThreed Nano ist wohl einer der kleinsten 3D Drucker, der aktuell im Handel ist. Doch nicht nur deswegen ist dieser in aller Munde. Auch wegen der extremen Kinder- und Beginnerfreundlichkeit stand dieses Gerät im Fokus vieler 3D-Druck Enthusiasten.


​Für mich war es von Anfang an klar: Den muss ich in die Finger kriegen. Das Resultat des Tests war dennoch ziemlich ernüchternd. Was genau werde ich nun genauer erläutern.


​Vorab noch eins - Auch wenn mir dieser 3D-Drucker „kostenlos“ zur Verfügung gestellt worden ist, er wird genauso kritisch unter die Lupe genommen wie jeder andere. 


Na dann - Viel Spass beim Lesen!


Lieferumfang:


Im Gegensatz zu den meisten Druckern in diesem Preissegment ist dieser kein Bausatz und ist nach dem Auspacken theoretisch direkt bereit eingesetzt zu werden.


Warum theoretisch? Das werden sie im Laufe dieses Reviews noch erfahren.


In dem Karton befinden sich:

  • ​USB-Kabel
  • Netzteil
  • Spachtel
  • Schraubendreher
  • Filament Halter
  • 1GB Micro SD Card
  • USB Card Reader
  • 250g PLA Filament (Firma unbekannt)


Aufbau des EasyThreed Nano’s


​Wie bereits erwähnt ist der Drucker bereits vollständig montiert, somit ist keine weitere große Schrauberei nötig.


Das Gerät wurde so konzipiert, dass alles sicher abschlossen und versteckt ist. Selbst das Hotend wurde verschlossen und somit das Verbrennungsrisiko minimiert.


Gefällt mir.


Das macht die Maschine interessant für Kinder, Einsteiger und Schulklassen.


Inbetriebnahme des EasyThreed Nano’s


​Einfach das (geschlossene!) Netzteil einstecken, die Micro SD Karte mitsamt G-Code einführen und einen Knopf drücken. Schon druckt er! Sowas erlebt man nicht alle Tage.


Auf der Druckfläche befinden sich an jeder Ecke je eine Schraube, mit der man das Druckbett einstellen/leveln kann. Die Druckoberfläche ist BuildTak ähnlich und ist entfernbar und magnetisch!


Ein nette Sache.


​Nun kam es bei mir zum ersten "Homen". Ich muss sagen, dieses Konzept hat mich verblüfft. Die X-Achse besitzt keinen Endschalter, sondern rattert einfach die ganze Zeit gegen den Anschlag bis er in jedem Fall in Position ist. Y und Z teilen sich den gleichen Endstop.  Das kann funktionieren, muss aber nicht. Im Falle eines Fehlschlags aus irgendeinem Grund drehen sich dümmstenfalls alle Gewindestangen aus ihren Fassungen, was eine komplette Demontage sowie eine penible Kalibrierung zur Folge hat.


Die Gewindestangen sind auch ein Punkt, welcher kritisiert werden muss. Bei mir waren 3 Gewindestangen krumm, was einen üblen Z-Whobble zur Folge hat. Druckt man etwas langsamer, ist dieser weniger prägnant aber ruiniert trotzdem das Druckbild immens.


Es gibt keinen Bauteillüfter, was ebenso die Qualität des Drucks mindern kann.


Bedienung


​Das Benutzer Interface ist verdammt simpel. Es ist einfach ein leuchtender Knopf. Nicht mehr. Natürlich kann man dadurch keine großartigen Informationen bzw. Aktionen starten. Jedoch bietet dieser erstaunlicherweise, so ziemlich alle Aktionen, die man benötigen kann sehr intuitiv an.


Auf der Rückseite befindet sich ein Schalter mit 3 Stufen.
„Feed“, Neutral und „Retract“. Diese Einstellungen tun genau auch genau dies. Stellt man den Schalter auf „Feed“, wird die Düse erhitzt und der Extruder fängt an das Filament zu fördern. Bei Retract gibt der Extruder das Filament wieder frei. Simpel, aber effektiv.


Leider musste ich feststellen, dass der Extruder bei „Retract“ manchmal etwas zu schwach ist um das Filament komplett zu entfernen. Dies liegt allerdings auch an dem Aufbau des Mini-Hotends. Durch die Schmelze des Plastiks kann es einen Pfropf bilden, welcher größer als der Durchmesser des PTFE Röhrchens innerhalb des Extruders ist.


Software für den EasyThreed Nano’s


​EasyThreed bietet seinen eigenen Slicer namens „Easyware“ an, welcher auf Cura basieren soll. Dieser ist auf Simplizität getrimmt. Dieser ist verfügbar in Englisch und Chinesisch. Innerhalb des Slicers kann man zwischen 3 Auswahlmöglichkeiten wählen. „Fast“,“Standard“, und „Detail“.


Leider konnte ich diesen Slicer nicht testen, da es zwar eine Mac Version gibt, diese allerdings schlicht weg nicht funktionierte. Auch die Windows Version schien nicht wirklich zu funktionieren. Der Support antwortete auch auf keinerlei Anfragen. Da hat EasyThreed wirklich noch was nachzuholen!


Um den Drucker zu testen, hatte ich also den PrusaSlicer benutzt.


Materialien


Da der EasyThreed Nano kein beheiztes Bett vorweist ist der Drucker nur mit PLA kompatibel.


Druckergebnis


Nicht wirklich überzeugend für erfahrene 3D-Druck Freunde.


Mein Fazit:


Sucht man eine kinderfreundlichen Einsteiger Drucker um kleine Schlüsselanhänger zu drucken und ist einem großartige Auflösung nicht wichtig, dann ist der Drucker vielleicht das richtige für jemanden.


Leider sorgten Fehler wie der nicht funktionierende Slicer, der fehlende Support und die Hardwarefehler für viel Frustration und Ernüchterung während des Tests.


Für 150€ bekommt man einen sicheren, kinderfreundlichen Minidrucker. Ein Gimmick. Wer jedoch wirklich detaillierte Dinge drucken und wirklich ernsthaft in die 3D-Druck Welt eintauchen will, der ist mit dem gleich preisigen Ender 3 von Creality in fast allen Punkten wesentlich besser bedient.

​Vor- und Nachteile

Pros

  • ​Bereits vollständig aufgebaut
  • ​Leichte Bedienung
  • ​Günstiger Preis
  • ​Gutes Kabelmanagement
  • ​​Kindersicher
  • ​Kompakt

​Contra

  • ​Der Lüfter ist im Dauerbetrieb
  • ​Vergleichsweise schlechte Druckqualität
  • ​Schlecht konzipierte Software
  • ​Kein Bauteillüfter
  • ​Sehr kleiner Druckraum

Oldtimer Ersatzteile aus dem 3D-Drucker!

​3D-Druck und Rekonstruktion für Oldtimer Ersatzteile. Steigende Relevanz von Rekonstruktionen im Ersatzteilmarkt für klassische Automobile 


An einigen Teilen von Oldtimern und Youngtimer sind die Spuren der Zeit von über 20, meist aber über 30 Jahren, nicht spurlos vorbeigegangen. Viele Kunststoffteile, sowie Metallteile verschleißen stark oder brechen bei der Reparatur, sodass sie nicht mehr funktionell oder schlicht optisch nicht mehr ansprechend sind. 

Einige Oldtimer teile gehen auch mit den Jahren verloren und dann wird es schwierig noch Ersatzteile auf dem Oldtimer Ersatzteile Markt aufzutreiben. Beispiele sind Zierleisten oder Knöpfe für Armaturen und Innenraum. Kunststoffgläser von Leuchtmitteln, Dichtungen oder auch funktionelle Teile wie Halter oder Aufnahmen sind weitere. 

Reproduzierte Kunststoffscheibe für die Kennzeichenbeleuchtung

Gibt es kein passendes Ersatzteil, kann die 3D-Druck Technologie Abhilfe schaffen. In der Fachsprache additive Fertigung hilft bei der Nachbildung von Oldtimer Ersatzteilen. Diese können originalgetreu rekonstruiert werden. Hierfür ​ist ein 3D-Modell des Ersatzteils oder eine Vorlage nötig. 


Viele 3D-Modelle sind bereits in der Datenbank von Oldtimerparts.de, einer Leipziger Firma, die sich auf 3D-Druck und Rekonstruktionen von Ersatzteilen spezialisiert hat, zu finden. 


3D-Modell Oldtimer Hupenring

Gibt es aber noch kein Modell, kann das Ersatzteil detailgetreu rekonstruiert werden. Was Sie hierfür benötigen, ist eine Vorlage, beispielsweise ein verschlissenes Ersatzteil. Andere Möglichkeiten sind z.B. ein mehrfach vorhandener Armaturenknopf, den man als Vorlage verwendet. Ebenso eine Zierleiste von der gegenüberliegenden Fahrzeugseite ist eine Möglichkeit. Im Laufe der Rekonstruktion kann diese einfach gespiegelt werden. Oft sind unter Sammlern oder Oldtimerverbänden, die kritischen Teile bekannt und es wird sich untereinander mit Ersatzteilvorlagen ausgeholfen. 


​Wie läuft eine Rekonstruktion, beispielsweise bei Oldtimerparts.de ab:


Im ersten Schritt können Sie Maße, Materialangabe und Fahrzeugdaten in das Online-Tool auf der Webseite eingeben. Basierend auf diesen Daten entscheidet sich, ob eine CAD-Rekonstruktion oder ein 3D-Scan mit einem 3D-Scanner sinnvoller ist. Weiterhin werden die Kosten für die Rekonstruktion Ihres spezifischen Bauteils ermittelt und sie erhalten je nach Ersatzteil einen Kostenvoranschlag oder ein Angebot. 


Im zweiten Schritt wird die Vorlage per Post versendet. Hierfür erhalten Sie bequem ein Postlabel per E-Mail. Das Ersatzteil wird rekonstruiert, beispielsweise im 3D-Druck oder Vakuumguss Verfahren gefertigt und bekommt anschließend die entsprechende Oberflächenbearbeitung. Somit wird sichergestellt, dass Ihr Ersatzteil originalgetreu reproduziert wird! Anschließend bekommen Sie die Vorlage, sowie die von ihnen gewünschte Anzahl an Ersatzteilen per Post zugeschickt. 

Zahnräder für die Fensterheber

​Halter Sonnenblende Porsche

​Fensterkurbel Opel BJ. 1931

Die rasante Weiterentwicklung der 3D-Druck Technologie ermöglicht es eine immer größere Bandbreite an Ersatzteilen effizient anfertigen zu lassen. Es ist bereits möglich Werkstoffe wie beispielsweise eine Vielzahl von Kunststoffen und Gummi, Aluminium, Werkzeugstahl, Edelstahl, sowie Materialmischungen zu verarbeiten. So können Anforderungen wie Hitzebeständigkeit mechanische Stabilität oder Oberflächengüte gewährleistet werden. 


Im Bereich von klassischen Automobile wird 3D-Druck als Technologie immer interessanter. Sinkenden Kosten und abnehmende Verfügbarkeit von gebrauchten Ersatzteilen, lässt viele Oldtimerbesitzer auch die innovativen Alternativen ins Auge fassen. 

​Gastbeitrag von Oldtimerparts

​Über Oldtimerparts:


Aus Liebe zu klassischen Automobilen und aus Mangel an Ersatzteilen beim Schrauben ist die Idee für Oldtimerparts geboren.


Seither machen wir es uns zur Aufgabe seltene, Ersatzteile mit Nachfrage am Markt und zunehmend abnehmender Verfügbarkeit zu reproduzieren, um die Restauration klassischer Fahrzeuge weiterhin möglich zu machen!


Sie können kein geeignetes Ersatzteil auf dem Markt für ihren Oldtimer finden?

Bauteile wie beispielsweise Armaturenteile, Zierleisten, Dichtungen, Gummis, Zahnräder oder Kühlerfiguren können effizient nachgefertigt werden


Wir digitalisieren Ihre Ersatzteile und erstellen 3D-Modelle. Anschließend fertigen wir Ihr Ersatzteil mithilfe unseres Partner Netzwerks unter Verwendung der effizientesten Fertigungstechnologie nach. Täglich erweitern wir unsere Ersatzteildatenbank, um eine bessere Verfügbarkeit für Sie zu garantieren.


Haben Sie eigene 3D-Modelle für Ersatzteile erstellt oder 3D-Datensätze für Ihr Fahrzeug gesammelt? Wir bieten Kooperationsverträge für einen Full-Service Vertrieb Ihrer 3D-Modelle über unsere Webseite und Online-Shop. Senden Sie uns gerne eine Anfrage für eine Kooperation per E-Mail!

3D-Drucker kaufen Spezial

 3D-Drucker kaufen – Wie man Geld sparen kann!

3D-Druck ist aktuell für viele Leute noch Neuland. Wenn du dich erst mit der Technik vertraut machen und am Anfang nicht so viel Geld investieren willst, habe ich dafür ein paar wertvolle Tipps für dich. Schau sie dir in Ruhe an und überlege, welche Option für dich infrage kommt oder nicht .


Du kannst Geld sparen mit einem hohen Einsatz an Eigenleistung.


1. Geld sparen mit Baukasten-Drucker 


Dies ist besonders bei FDM 3D-Druckern möglich. Hast du ein wenig handwerkliches Geschick und bist ein kleiner Bastler, dann ist der Kauf eines Baukastensystems wahrscheinlich genau das Richtige für dich. Du kannst damit je nach Drucker mehrere hunderte Euro sparen. Der unbezahlbare Lerneffekt kommt dabei gratis hinzu. Natürlich musst du dabei einiges an Zeit investieren und ein paar Rückschläge sollten dich nicht aus der Bahn werfen.

​FDM-Bausatz

Original Prusa i3 MK3S Bausatz

​SLA-Bausatz

Moai Bausatz

​SLS-Bausatz

Sintratec Kit

2. Do it yourself 3D-Drucker bauen


Die Community rund um den 3D-Druck wächst stetig. Immer mehr Tüftler und Bastler haben das Potenzial dieser Technologie für sich entdeckt. Durch den ausgeprägten Erfindergeist einiger Menschen gibt es auch schon DIY 3D-Drucker zum Selberbauen.


Auf den folgenden Links findest du 3D-Drucker, deren Konstruktionsdaten als Open-Source-Dateien veröffentlicht worden sind.


​Hochtemperatur-3D-Drucker zum selber bauen! Hier geht es zur Webseite.


Open Source Dateien für den BCN3D Sigmax 3D-Drucker! Hier geht es zur Webseite.


​​Dieses Buch ist schon bisschen älter, jedoch immer noch für den Einstieg in dieses Thema geeignet.​

3. Nutze Vergleichsportale


Wie bei allen anderen Sachen auch, kannst du die gängigen Vergleichsportale nutzen. Mittlerweile sind dort unzählige Anbieter vertreten, mit den du nach ein wenig Suche einige Euros sparen kannst.


4. Günstige 3D-Drucker aus EU-Warenlager


Bei Internetrecherche nach einem 3D-Drucker landet man früher oder später bei Gearbest.


Dies ist einer der bekanntesten Onlineshops für Gadgets, Technik, Smartphones und ​3D-Drucker aus China. Aufgrund zahlreicher Lagerhäuser innerhalb der EU kann Gearbest Produkte innerhalb von 5 Tagen liefern. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut. Ich habe es ausprobiert und mit den gelieferten Produkten bis jetzt gute Erfahrungen gemacht. 


Aus diesem Grund will ich die Zusammenarbeit mit Gearbest weiter ausbauen. Ich bekomme jede Woche neue Angebote und Rabattcodes, Coupons oder Sonderangebote vorgestellt. Diese werde ich auf dieser Seite präsentieren. Die Schwankungsbreite der Preise ist an manchen Tagen sehr hoch. Rabatte von bis zu 40% sind durchaus möglich.


Hier geht es zu den Gearbest Angeboten.


​5. G​ebrauchte 3D-Drucker kaufen


Ein kleiner Markt für gebrauchte 3D-Drucker ist bereits vorhanden.


Leute, die sich vor dem Kauf ihres 3D-Druckers keine Gedanken gemacht haben, was sie eigentlich herstellen wollen, kommen nicht damit zurecht. Eigentlich sehr schade, wenn jemand durch fehlende Informationen nicht zufrieden mit seinen Ergebnissen ist, für dich aber eine weitere Chance, Geld zu sparen.


Oftmals wollen die Leute den 3D-Drucker so schnell wie möglich loswerden und du kannst dabei gute Schnäppchen machen. Eventuell kommen noch Kosten für einige Ersatzteile hinzu. Das kannst du aber mit ein wenig Verhandlungsgeschick beim Preis des Druckers ausgleichen.


Ebay ist eine echt gute Plattform für solche Schnäppchen.


Das solls auch erstmal gewesen sein.


Hast du weitere Tipps und Anregungen zum Thema Geld sparen beim Kauf von 3D-Druckern, dann schreibe diese einfach in die Kommentarzeile. Wenn du es möchtest, werde ich diese später Nennung deines Namens in diesen Artikel einpflegen.

3D-Drucker kaufen Teil 1

In dieser Artikelserie geht um das Thema “3D-Drucker

3D-Drucker kaufen Teil 2

​3D-Drucker kaufen – Auf welche Eckdaten muss ich

3D-Drucker kaufen Teil 3

​3D-Drucker kaufen – Welche Kosten kommen auf mich

3D-Drucker kaufen Teil 3

​3D-Drucker kaufen – Welche Kosten kommen auf mich zu?


In den beiden vorangingen Artikeln haben wir uns intensiv mit den 3D-Drucker auseinandergesetzt. Wir wissen die Vor/-Nachteile der jeweiligen Druckverfahren und wir haben uns wichtige Eckdaten angesehen, die du beim Kauf eines 3D-Drucker beachten musst.


Jetzt fehlt uns noch ein wichtiger Aspekt und zwar die Kosten. Dabei möchte ich nicht nur ein Auge auf den Kaufpreis von 3D-Druckern werfen, sondern auch die zusätzlich anfallenden Kosten, ein wenig unter die Lupe nehmen.


Themenüberischt:


  1. Was kostet ein 3D-Drucker?
  2. Was kostet das Druckmaterial?
  3. Welche Folgekosten können auf mich zukommen?
  4. ​Welche Softwarekosten kommen auf mich zu?


1. Was kosten ein 3D-Drucker?


Zwei große Faktoren, die den Preis eines 3D-Druckers bestimmen, ist einmal die Druckqualität und zum anderen die Maßgenauigkeit. Wie wir schon wissen, gibt es da zwischen den einzelnen Verfahren auch große Unterschiede.


Pauschal kann man deshalb sagen: Je besser die Druckqualität und die Maßgenauigkeit ist, desto größer sind die Kosten für deinen 3D-Drucker. Deswegen ist es auch sehr wichtig, dass du weißt, was du drucken möchtest bzw. wofür du den 3D-Drucker einsetzen willst.


Da sehr viele Hersteller mit immer neuen Produkten auf den Markt drängen, werden natürlich die 3D-Drucker von Zeit zu Zeit immer günstiger. Momentan liegen die Preise von Desktop 3D-Druckern bei:

FDM- 3D-Drucker

Creality 3D Ender-3

Preis: 181,09€

MakerBot Replicator 

Preis: 2152,00€

Ultimaker S5 

Preis: 6250,00€

​SLA/DLP- 3D-Drucker

ELEGOO MARS

Preis: 259,99€

ANYCUBIC Photon

Preis: 319,99€

​Form 3

Preis: 3299,00€ zzgl. Mwst.

​SLS- 3D-Drucker

​Sinterit Lisa Pro

Preis: 12000€

Natürlich sind die Kosten für Industrie 3D-Drucker erheblich höher und sind auch in anderen Bereichen wie Material, Instandhaltung, Ersatzteile deutlich kostenintensiver.


2. Was kostet das Druckmaterial?


Wie bei den 3D-Drucker selbst, gibt es auch bei den Materialien zahlreiche Hersteller. Diese übertrumpfen sich mit immer neuen Materialeigenschaften oder Farben.


Je nach Material bekommst du schon Filamentspulen die für das FDM-Druckverfahren benötigt wird schon ab 15€. Solltest du jedoch spezielle Eigenschaften benötigen, dann kann es schon passieren, dass du einen dreistelligen Preis für das Filament bezahlen musst.


Beim SLA/DLP Druckverfahren fangen die Kosten für 1Liter Harz bei 65€ an. Auch hier gibt es spezial Harze, wo man dann auch mal so 150 bis 350€ für 1 Liter bezahlen muss.


Da ich selbst noch keine Erfahrung mit einem SLS-Drucker habe und deshalb auch noch kein Material gekauft habe, kann ich dir leider noch keine präzisen Angaben zu den Materialpreisen geben. Sobald sich in der Sache was ändert, wird das natürlich sofort nachgereicht. Nach meine Recherche liegen die Preise für ca.2kg Pulver bei 145€-460€.


Wie du siehst, können enorme Kosten beim Material anfallen, die man vielleicht vor dem Kauf eines 3D-Druckers nicht mit berücksichtigt hat. Deshalb ist es wichtig im Klaren zu sein, was man eigentlich genau drucken möchte und welches Druckverfahren​ in allen Punkten am besten geeignet ist.


​Filament für FDM-Drucker

Preis: 25,99€

​Resin für SLA/DLP Drucker

Preis: 24,99€

​Pulversack für SLS Drucker

Preis: ​220,00€ zzgl. Mwst.

3. Welche Folgekosten können auf mich zukommen?


Verbesserungen deines 3D-Druckers:


Besonders bei günstigen 3D-Drucker sind kleine Mängel zu erkennen, aber durch eine lebhafte Community gibt es dafür aber zahlreich Lösungsvorschläge und Verbesserungen. Diese kannst du manchmal sogar selber drucken aber auch mit einer geringen Investition kannst du deine Druckqualität oder das Handling deines 3D-Druckers optimieren. Auch die Umrüstung auf einen Dual-Extruder ist eventuell eine spätere Überlegung wert.


Bei teuren Modellen würde ich es am Anfang eher abraten, da sonst die Garantie verfällt.


Reparaturen/Ersatzteile:


Wie bei allen technischen Geräten in der heutigen Zeit kommt irgendwann der Punkt wo Verschleißteile ausgetauscht werden müssen. Dennoch ist es wichtig, dass du deinen 3D-Drucker so gut wie möglich pflegst.


In deiner Finanzplanung solltest du dir deshalb einen kleinen Puffer mit einplanen um mögliche Eventualitäten kompensieren zu können.


Welche Zusatzgeräte werden benötigt?


Bei möglichen Zusatzgeräten gehen die Meinung oftmals auseinander. Hier spalten sich zwei Lager. Einmal die Gruppe die meinen es ist unnötige Geldverschwendung und die anderen sagen das benötigt man unbedingt.


Deshalb solltest du gut abwägen, was du wirklich brauchst oder was dann nur wieder als Staubfänger dient.


Da einige Filamente sehr schnell Wasser aufnehmen, schaffen sich viele Leute eine Trocknungsbox für das Filament an. Davon gibt es unterschiedliche Ausführungen. Mir persönlich hat es besonders beim Druck von Nylon geholfen, da das Material sehr zur Wasseraufnahme neigt.


Bei den SLA/DLP Druckverfahren benötigst du Zusatzgeräte. Das wichtigste ist die sogenannte Nachhärtekammer. Hier wird das gedruckte Teil nachgehärtet und manches Material erreichen erst dann, ihre individuellen Eigenschaften. Je nachdem wie intensiv und mit welcher Intension du den 3D-Druck verfolgst, gibt es hier unterschiedliche Geräte.


Des Weiteren ist es wichtig eine Art Waschstation zu haben. Da an dem fertigen Druckteil noch flüssig Restharz vorhanden ist, muss dieses am besten mit Isopropanol abgewaschen werden. Hier konnte ich die Erfahrung machen, das, wenn die Isopropanol Flüssigkeit in Bewegung ist, das flüssige Harz am besten vom Teil gelöst werden kann. Auch hier hat Formlabs ein gutes Gerät auf den Markt gebracht.

Form Wash

Preis: 457,00€

Form Cure

Preis: 846,00€

So weit wie ich das beim SLS Druckverfahren beurteilen kann, benötigst du eine  Maschine die das gebrauchte Pulver siebt und zum anderen eine Sandstrahlmaschine, die das lose Pulver von ​gedruckten Objekten löst.


​Wichtige Werkzeuge:


Egal für welches Druckverfahren du dich am Ende entscheiden wirst, du wirst um eine gewisse Nachbearbeitung nicht drum herumkommen. Aber auch andere Werkzeuge werden dir im lauf der Zeit immer mal wieder nützlich sein.


Hier findest du einen Artikel über wichtige Werkzeuge beim 3D-Druck und hier weitere Artikel, wenn es um die Nachbehandlung von 3D-Drucken geht.


4. Welche ​Softwarekosten ​kommen auf mich zu​?


Beim 3D-Druck spielt die Slicer-Software eine entscheidende Rolle. Sie wandelt deine Einstellungen in einen G-Code um, diesen dann dein 3D-Drucker abarbeitet. Die Slicer-Programmen agieren mit unterschiedlichen Algorithmen dementsprechend entstehen auch verschiedene G-Codes.


In dem Bereich der Software kommen recht wenige kosten auf dich zu. Es gibt einige die du dir kostenlos herunterladen kannst. Sollte zu deinem 3D-Drucker eine Hausinterne Software dabei sein würde ich diese für den Anfang auch verwenden.


Du hast wahrscheinlich schon von Simplyfi 3D gehört. Dies ist eine Slicer-Software, die viele Anhänger hat, da sie übersichtlich aufgebaut ist. Simplify kannst du für 149$ erwerben.

​Fazit:


Nun haben wir sämtliche Aspekte besprochen die dir beim „3D-Drucker kaufen“ begegnen können. Mit diesen drei Artikeln solltest du jetzt das Grundwissen haben, um den passenden 3D-Drucker für dich auszuwählen.


Du weist nun, welches Druckverfahren zu dir passt, welche Materialien du verwenden kannst, auf was für Eckdaten es wirklich beim Kauf eines 3D-Druckers ankommt und welche Kosten in der nächsten Zeit auf dich zukommen könnten.


Nun hoffe ich, dass ich mit diesen Artikeln dir bei der Suche nach dem richtigen 3D-Drucker helfen konnte. Solltest du noch Anmerkungen oder Punkte haben, die ich unbedingt noch mit einbringen sollte, dann schreibe einfach in die Kommentarzeile oder kontaktiere mich persönlich.


Abschließend möchte ich dir noch kurz einen Artikel vorstellen, in diesem ich dir zeige, wie man beim 3D-Drucker kaufen Geld sparen kann. Schau einfach mal vorbei und eventuell findest du einen Weg, der zu dir passt.

​​Hier findest du die ​anderen Artikel dieser Serie:

3D-Drucker kaufen Teil 1

3D-Drucker kaufen Teil 2

3D-Drucker kaufen Spezial