Form 2 – Was kann dieser SLA 3D-Drucker?

Wer diesen Blog ein wenig verfolgt weiß, dass ich mich in den letzten Jahren intensiv mit der FDM-Drucktechnologie beschäftigt habe. Mit den beiden 3D-Druckern von Ultimaker konnte ich einige Projekte und Ideen realisieren und bin nach wie vor begeistert von deren Druckqualität. Auch die Vielfalt der Materialien steigt weiter und somit entstehen immer neue Anwendungsgebiete.


Um meine Druckdienstleistungen zu erweitern, habe ich in eine für mich neue 3D-Drucktechnologie investiert – das SLA-Druckverfahren. Bei diesem Verfahren wird ein Photopolymer (Harz) mittels eines UV-Lasers ausgehärtet.


In diesem Segment sind viele verschiedene Hersteller auf dem Markt. Nach einer längeren Zeit der Recherche habe ich mich für den Form 2 von „Formlabs“ entschieden.


Ausschlaggebend dafür waren die qualitativ sehr hochwertigen Musterteile und die umfangreichen Materialmöglichkeiten (Harz Typen).

Technische Details

  • ​Gerätetyp: SLA
  • ​Software​: ​PreForm
  • ​​Unterstützes Dateiformat: ​Stl, Obj
  • ​Maximales Bauvolumen: ​145 x 145 x 175 mm
  • ​Gesamtgröße des Druckers: 350 x 330 x 520 mm
  • ​Auflösung Z-Achse: 25-100 Mikrometer
  • Laserspotgröße: 140 Mikrometer
  • ​Lichtquelle: 405nm Violet Laser, 250mW
  • ​Druckmaterialien: ​Methacrylate Photopolymer Resin
  • Betriebssysteme: Windows 7, Mac OS X 10.7
  • ​Leistungsaufnahme: 65W
  • Gewicht: 13kg
  • ​Anschlussmöglichkeiten: WLAN, Ethernet, USB

Lieferumfang

Da ich mich für das Komplettpaket von Formlabs inklusive Form Wash und Form Cura entschieden habe, wurden insgesamt 4 Pakete geliefert. Diese waren alle sauber und ordentlich verpackt, so wie man es sich bei einem etwas preisintensiveren 3D-Drucker vorstellt. Jeweils ein Paket pro Gerät inklusive Finish-Kit, Harz Tanks und Harz Patronen. Die Kartons waren sehr handlich. Mithilfe der Handgriffe beim Form 2 - Karton stellten die 13kg kein großes Problem dar.


Auf dem Bild siehst du die mitgelieferten Zubehörteile, welche du vor allem zur Nachbehandlung der Druckteile benötigst.

  • ​Waschstation mit zwei Behältern ​
  • 1x Pinzette
  • 1x Seitenschneider
  • unzählige Einweghandschuhe
  • Flasche für Spüllösung
  • 2x Spachteln
  • 1x Lappen
  • Reinigungstücher
  • Stromkabel
  • Ethernet-Kabel

Was mir persönlich fehlt bzw. sehr gefallen hätte, wäre eine kleine Testflasche Isopropylalkohol. Dieses Lösungsmittel ist notwendig, um das Werkstück nach dem Druck vom nicht verfestigten Harz zu befreien.


Der Form Wash und der Form Cure muss zusätzlich gekauft werden.

​Form Wash

Bildquelle: Formlabs

​Form Cure

Bildquelle: Formlabs


Aufbau und Design des Form 2

Der Aufbau wirkt sehr stabil.  Mit seinen Maßen von 350 x 330 x 520mm ist er auch optisch sehr ansprechend.  Auch wenn es keine große Rolle bei der Kaufentscheidung gespielt hat, gefällt mir das Desgin der Formlabs-Produkte persönlich sehr gut.


Der Bauraum ist mit 145 x 145 x 175 relativ klein. Das sollte man vorab in seine Planung mit einbeziehen. Für viele Anwendungen ist diese Größe des Bauraumes jedoch vollkommen ausreichend.


Um das Harz ordentlich auszuhärten, verwendet Formlabs einen 250mW Laser mit einem Laserpunktdurchmesser von 140 Mikrometer(0,14mm).


Inbetriebnahme des Form 2

Nach dem man die Außenfolie und die Schutzabdeckung im Inneren des Form 2 entfernt hat, kann schon mit der Inbetriebnahme des Form 2 begonnen werden. Die Installation des 3D-Druckers ist mit Hilfe der beiliegenden Gebrauchsanweisung (englische Sprache) und der Webseite von Formlabs sehr schnell realisiert.


Die Installation des Form 2 inklusive Software kann kurz in 8 Schritten erklärt werden.


  1. ​Anschließen des Netzkabels
  2. Anschließen an den Computer (USB; Ethernet-Kabel, Wifi)
  3. Drucker ausrichten (es wird angezeigt welcher Standfuss verstellt werden muss
  4. Harz Tank mit Harzwischer beladen (er muss einrasten, bis der Form 2 ihn erkennt)
  5. Bauplattform befestigen
  6. Harz Kartusche beladen (zuvor Plaste Abdeckungen entfernen, gut schütteln und die Gummidichtung ein wenig öffnen)
  7. Preform herunterladen
  8. Firmware update durchführen


Für diese 8 Arbeitsschritte benötigt man ca.15 min und danach ist der Form 2 schon druckbereit.


Bedienung

Mit dem 4,3 Zoll großen Touchscreen ist der Form 2 leicht zu bedienen. Der Aufbau des Menüs ist sehr schlicht ohne viel Schnick-Schnack, was die Navigation durch das Menü unkompliziert macht. Gefällt mir persönlich sehr gut.


Software

Formlabs bietet eine eigene Software zu den SLA-Druckern. PreForm ist sehr übersichtlich gestaltet und leicht zu verstehen.


Zuerst wählst du deinen SLA-Drucker und das zu verwendende Harz aus. Parallel dazu stellst du die gewünschte Schichtdicke 100,50 oder 25 Mikrometer (0.1,0.05,0.025 mm) ein.


Nun kann dein gewünschtes Modell in die Software eingelesen werden. Links findest du verschiedene Einstellungen zur Ausrichtung deines Modells im Druckraum und zur Generierung der Stützstrukturen. Auch die Abmessungen deines Werkstückes inklusive Skalier- und Verdopplungsfunktion sind in dieser Software integriert.


Die Stützstruktur sieht auf den ersten Blick relativ kompliziert aus. Die automatischen Herstellungen funktionieren aber sehr gut, sodass die Druckvorbereitung in wenigen Minuten erledigt ist.


Beachte, dass die Stützstrukturen immer kleine und leichte Spuren auf dem Druckobjekt  hinterlassen. Mit ein wenig Nacharbeit können diese jedoch legalisiert werden.


Materialien

Formlabs bietet eine Vielzahl von Materialien. Alle können mit dem Form 2 genutzt werden. Man unterteilt sie in fünf verschiedene Anwendungsbereiche.


  1. ​Standardharze
  2. Kunstharze für die Zahnmedizin
  3. Technische Materialien
  4. Materialien zur Herstellung von Schmuck
  5. Keramische Kunstharze


Du kannst aus über 20 verschiedenen Harzen auswählen und diese je nach Anwendungsgebiet einsetzen. Zu jedem Material findest du ein Datenblatt mit dessen Eigenschaften, Vorteilen/Nachteilen, Anwendungsgebieten und Nachbearbeitungsmöglichkeiten.


Ich persönlich beschäftige mich momentan mit den Standardharzen und den technischen Materialien. Im Laufe der Zeit werde ich natürlich meine Druckergebnisse hier veröffentlichen und auf die jeweiligen Eigenschaften des Materials näher eingehen.


Druckergebnis

Technische Materialien: ​Formlabs High Temp


High Temp Resin weist eine Wärmeformbeständigkeittemperatur (HDT) von 289 °C bei 0,45 MPa auf – den höchsten Wert unter allen 3D-Druckmaterialien auf dem Markt. Es eignet sich zum Drucken von Modellen für die Umweltprüfung oder zum Herstellen von Formen und Urformen für Fertigungsprozesse wie Gießen und Thermoformen. Bei kleinen Wandstärken ist das Entfernen der Stützstrukturen mit Vorsicht zu genießen, da das Material nach dem Aushärten sehr brüchig geworden ist. Soweit wie ich das bis jetzt beurteilen kann, liegt es aber an den dünnen Wänden.( Siehe Förderschnecke)

​Förderschnecke in zwei Teilen

​komplette Förderschneck

​Düsenkörper mit feinen Kanälen

​Technische Materialien: Formlabs ​Grey Pro


​Grey Pro Kunstharz ist ein vielseitiges Prototyping-Material, das für funktionelle Teile und umfassende Tests geeignet ist. Es bietet hohe Präzision, moderate Bruchdehnung und geringe Kriechneigung. Konzeptmodelle und funktionales Prototyping können mit diesem Material in großen Volumen realisiert werden.


Der selbst designte Greifer verfügt über einen kleinen Schmierungskanal und Aussparungen ​die das Gewicht noch ein wenig reduzieren.


Beim Bild 1 gibt es kleine Oberflächenprobleme, da ich den Kipp​mechanismus der Harzkartusche nicht geöffnet hatte. So konnte das Harz durch den entstanden Unterdruck nicht kontinuierlich in den Harztank laufen.


Im Bild 3 ​sind meine Schleifversuche zu erkennen. Hier mussten die Kontaktpunkte der Stützstrukturen entfernt werden. ​Um das richtige Schleifmittel zu finden, sind noch einige Tests vonnöten.

​Greifer komplett mit Stützstruktur

​Greifer (geteilt)

​Greifer (geteilt)


​Mein Fazit

Der Form 2 ist mein erster SLA-Drucker. Erfahrungswerte mit gleichartigen 3D-Druckern dieses Verfahrens konnte ich bisher nicht sammeln.


Persönlich finde ich, das Formlabs mit dem Form 2 ein sehr gut durchdachtes Komplettsystem anbietet. Es fängt mit der guten Verpackung an und endet mit einer super Dokumentation im Internet.


Aufgrund der hohen Anzahl an unterschiedlichen Harzen ist dieser 3D-Drucker für viele Anwendungsgebiete geeignet. Besonders hervorzuheben sind die Druckqualität und die verschiedenen Eigenschaften der Harze (​elastisch, flexibel, wärmebeständig, uvm.) . Davon bin ich immer wieder beeindruckt.


Natürlich darf man den stolzen Preis des Gerätes und der Harze nicht vergessen. Da diese Aufwendungen mit den gedruckten Produkten wieder erwirtschaftet werden sollten, ist dieses Produkt eher für den professionellen Gebrauch ausgerichtet.


Wer aber wirklich schöne Druckobjekte haben will, macht mit dem Form 2 von Formlabs keinen Fehler. Qualität hat eben ihren Preis.

Vor- und Nachteile

​Vorteile

  • ​Druckqualität
  • ​Leichte Bedienung
  • ​Verwendung verschiedener Materialien
  • ​Schnelle Inbetriebnahme

​Nachteile

  • ​Preis des Druckers und des Zubehörs
  • ​Bis jetzt nur englische Datenblätter der Materialien

​Bewertung

Gesamtbewertung: ​8.​6 von 10.0
​Lieferumfang: 8.0 von 10.0
Aufbau und Design: 8.0 von 10.0
​Inbetriebnahme: 9.0 von 10.0
​​Bedienung: 9.0 von 10.0
​Software: ​8.0 von 10.0
​Materialien: 9.0 von 10.0
Druckqualität: 10.0 von 10.0

Alfawise U30 – 3D-Drucker unter 180€?

Wer auf der Suche nach 3D-Druckern ist, wird schon Bekanntschaft mit „Gearbest“ gemacht haben. Als einer der größten und beliebtesten chinesischen Online-Shops fällt er vor allem mit unschlagbaren Preisen auf.


Als ich von diesem Online Shop gefragt wurde, ob ich nicht ein paar 3D-Drucker für Sie testen könnte, wollte ich es wissen. Stimmen hier Preis und Leistung wirklich überein? Ich habe zugesagt.


Begonnen haben wir mit einem 3d-Drucker der hauseigenen Marke Alfawise, dem Alfawise U30. Ich war sehr gespannt, was ein 3D-Drucker für unter 180€ alles so drauf hat, wo es eventuell Probleme gibt und vor allem - wie ist die Druckqualität.


Genau auf diese Fragen, werde ich jetzt eingehen.


Vorab noch eins - Auch wenn mir dieser 3D-Drucker „kostenlos“ zur Verfügung gestellt worden ist, er wird genauso kritisch unter die Lupe genommen wie jeder andere.


Na dann - Viel Spass beim Lesen!

Technische Details

  • ​Gerätetyp: FFF/FDM
  • ​Bausatz
  • ​Software/Dateitypen: Cura, Repetier-Host
  • ​Rahmen: Aluminium
  • ​Beheiztes Druckbett
  • ​Düse: 0,4 mm Durchmesser
  • ​Maximale Druckgeschwindigkeit: 120 mm/s
  • ​Maximales Bauvolumen: 220 x 220 x 250 mm
  • ​Gesamtgröße des Druckers: 425 x 402 x 505 mm
  • ​Maximale Hotend Temperatur: 250 Grad Celsius
  • ​Maximale Druckbett Temperatur: 100 Grad Celsius
  • ​ Nutzbare Filamente: ABS, PLA und andere
  • ​Filamentdicke: 1,75 mm
  • ​Display: 2,8 Zoll Vollfarb Touchscreen

Lieferumfang


Da es sich beim Alfawise U30 um einen Bausatz handelt, habe ich mit relativ vielen Bauteilen und dazugehörigem Montagezubehör gerechnet. Doch wie du schon auf dem Bild erkennst, hält sich das alles in Grenzen, da das Grundgerüst bereits vormontiert worden ist.


In dem gut verpackten Karton befinden sich weiterhin ein Netzkabel, eine Mini SD-Karte inklusive USB-Adapter, etwas weißes Filament und eine englischsprachige Aufbauanleitung.


Dieser 3D-Drucker wird aus einem EU-Lager geliefert, wodurch der Versand in 2-5 Tagen realisiert werden kann. Bei jedem Artikel findest du das dazugehörige Warenhaus.


Fast-08 Versand aus Polen

Fast-23 (Tschechien)

Fast-29 (Spanien)

Fast-30 (Frankreich)


Aufbau des Alfawise U30


Der Aufbau und die Montage vom Alfawise U30 ist relativ einfach, da die Basis und der Extruder schon vormontiert sind. In der Bedienungsanleitung wird der Aufbau in 12 Schritten ausführlich beschrieben und bildlich dargestellt. Ich persönlich finde das als sehr gelungen.


Im Endeffekt musst du nur kleinere Teile zusammenbauen, einen Riemen spannen und dann den Alfawise U30 entsprechende der Markierung ordentlich verkabeln.


Mit Hilfe der guten Anleitung ist der Aufbau auch ohne große Erfahrung in ca.1 h erledigt. Das notwendige Werkzeug wurde mitgeliefert. Sämtliche Bohrungen bzw. Gewinde sind an den vorgesehenen Stellen angebracht.


Falls es doch Unklarheiten geben sollte, findest du auch in diesem Video von Alfawise eine gute Anleitung für den Aufbau.


​Weitere Gerabest Angebote

​Gearbest ​hat eine Vielzahl von 3D-Druckern und Zubehör im Angebot. Schau einfach mal vorbei!

Inbetriebnahme des Alfawise U30


Nachdem die Montage und das Verkabeln des Alfawise U30 abgeschlossen ist, kann er auch schon in Betrieb genommen werden. Wie bei jeden anderen 3D-Drucker auch, sollte man die Achsen und deren Endschalter auf reibungslose Funktionsfähigkeit überprüfen.


Funktioniert das ohne Probleme, kannst du das Druckbett manuell nivellieren. Im Menübereich gibt es dafür einen Unterpunkt mit welchem die jeweiligen Ecken automatisch angefahren werden.


Zuletzt wird der Alfawise U30 noch mit Material(1,75mm) bestückt. Mit dem Touchpad und dem dazu passenden Menüpunkt kannst du den Vorschubweg der Materialfördereinheit bestimmen.


Bedienung


Aufgrund des 2,8 Zoll großen Touchscreens ist der Alfawise U 30 leicht zu bedienen. Auch der Aufbau des Menüs ist sehr übersichtlich.  Man kann während des Druckes an Drucktemperatur, Druckbetttemperatur, Vorschubgeschwindigkeit, Flussrate und Lüftergeschwindigkeit noch Änderungen vornehmen.


Software


Keine eigene Slicer-Software, daher sollte es mit allen herkömmlichen Slicer -Programmen (Cura, Simplify3D, Repetier-host) funktionieren. Ich persönliche hab ihn mit Cura 3.6 getestet.


Materialien


Alle gängigen Materialien die man bei einer maximalen Hotendtemperatur von 250° bearbeiten kann.


​Für die Testdrucke nutzte ich das PLA Material von Alfawise.


Druckergebnis


Mein Fazit:

Der Alfawise U30 war mein erster China-Drucker und nach meiner einwöchigen Testphase bin ich wirklich sehr überrascht. Na klar, man kann keine Wunder verlangen aber die Druckqualität ist konstant gut, der Materialwechsel und die Nivellierung des Druckbetts sind simpel. Einmal richtig gelevelt und ich hatte die ganze Woche keine Haftungsprobleme.


Die Druckgröße mit 22,0 x 22,0 x 25,0 cm ist groß genug, um auch verschiedene Bauteile herzustellen.Ich denke, der Alfawise U30 eignet sich sehr gut für Einsteiger. Mit diesem Preis stellt er kein zu hohes finanzielles Risiko dar. Man kann sich mit der Technik vertraut machen und dabei auch eine gute Druckqualität realisieren.


Aufgrund der hohen Lautstärke des Lüfters und der herum liegenden Kabel sollte man sich die Wahl des Standortes genau überlegen. Nach einer Weile kann der Krach schon nervig sein.


Trotzdem kann ich den Alfawise U30 empfehlen. Für diesen Preis wirklich ein sehr gutes Gerät.

Vor- und Nachteile

​Vorteile

  • ​Übersichtliche, nachvollziehbare Bauanleitung
  • ​Gute Druckqualität
  • ​Leichte Bedienung
  • ​Günstiger Preis
  • ​2,8 Zoll großes Touchpad
  • ​Filament-Sensor

​Nachteile

  • ​Der Lüfter ist im Dauerbetrieb und sehr laut
  • ​Kabel liegen teilweise offen herum

Bewertung

Gesamtbewertung: 7.7 von 10.0
​Lieferumfang: 9.0 von 10.0
​Aufbau: 7.0 von 10.0
​Inbetriebnahme: 9.0 von 10.0
​Bedienung: 9.0 von 10.0
​Materialien: 5.0 von 10.0
Druckqualität: 7.0 von 10.0

Ultimaker 3 Extended – Produktvorstellung und meine Erfahrungsberichte!

Es ist schon wieder fast 2 Jahre her, seitdem ich meinen ersten Erfahrungen mit einem 3D-Drucker (Ultimaker Original Plus) machen konnte. Der Markt und die Technologie hat sich in dieser Zeit enorm weiterentwickelt. Jahr für Jahr übertreffen sich die Hersteller mit neuen 3D-Druckern und die Bandbreite wird immer größer. Um mehr Erfahrungen sammeln zu können und meine Serviceleistungen zu erweitern, habe ich mich dazu entschlossen, ein neuen 3D-Drucker zu kaufen.


Nach langer Recherche und dem Durchstöbern von unzähligen Foren bzw. Testberichten, bin ich doch wieder bei der Firma Ultimaker gelandet. Es gibt zahlreiche andere Hersteller, die auch super 3D-Drucker anbieten, jedoch war ich mit dem Gesamtpaket meines ersten 3D-Druckers rundum zufrieden. Deswegen habe ich mich wieder für einen Ultimaker entschieden.

Ich schilder dir hier meine ersten Erfahrungen und Eindrücke mit dem Ultimaker 3 Extended. 


1.Produktdaten und Besonderheiten

Als kleinen Einstieg kann ich dir das Herstellervideo von dem Ultimaker 3 empfehlen. Hier werden dir alle Neuerungen und Besonderheiten kurz und anschaulich vorgestellt.

Allgemeines:

  • Ausführung: Fertiggerät
  • Technologie: (FDM/FFF)
  • Objektgröße (max.): 215 x 215 x 300 mm
  • Druckgeschwindigkeit (max.): 300mm/s
  • Schichtdicke: 0,02 - 0,20 mm

Ausführung:

  • Extruder: 2x
  • Filament:Nylon, PLA, ABS, CPE, PVA
  • Filament Ø: 2,85mm
  • Düse: 0,25mm - 0,8mm
  • Heizbett: 20 bis 100°C

Besonderheiten:

  • integrierte Kamera
  • Dual-Druck möglich
  • NFC-Materialerkennung
  • USB-Anschluss
  • Wifi tauglich

2.Auspacken und Lieferumfang


Die Verpackung des Ultimakers 3 Extended ist wirklich sehr stabil und kompakt. Mit seinen Maßen 40x40x70 cm ist das Paket noch relativ handlich. Der Drucker mit dem Zubehör und den 2 mitgelieferten Filamentspulen ist ca. 17 kg schwer. Man sollte bei Anlieferung lieber selber vor Ort sein.

​Lieferu​mfang:

Außer dem 3D-Drucker, ​bekommt man auch eine Menge an Zubehör mitgeliefert und zwei verschiedene Filament-Sorten. Die eine ist normales PLA (350g) und die andere ist eine PVA – Filamentspule(350g). Das PVA wird häufig als Stützmaterial für den 3D-Druck verwendet.

Das mitgelieferte Zubehör findest man in der „Accessory-Box“.


Accessory-Box Inhalt:


Print Core AA 0.4, Print Core BB 0.4, Glasplatte, Kabelabdeckung, Spulenhalter mit NFC-Kabel, Materialführung, Ethernetkabel, USB-Stick, Klebestift, Maschinenöl (für X/Y-Achse), Magnalube-Schmierfett (für Z-Achse), Sechskantschraubendreher, XY-Kalibrierungsblatt, Nivilierungskarte, Kurzanleitung, Netzadapter, Netzkabel

Zwischenfazit:

Positiv: Super verpackt, dadurch keine Transportschäden oder ähnliches, kein unnötiges Füllmaterial


Negativ: Nichts Negatives aufgefallen


3.Montage des Gerätezubehörs

Bevor man mit der Montage beginnt ist es ratsam, sich die Ultimaker App herunterzuladen oder sich das Benutzerhandbuch vom mitgelieferten Stick zu ziehen. Dort findet man eine detaillierte Anleitung, um deinen Ultimaker Druck bereit zu machen. Um mit der Montage beginnen zu können, muss nur noch der Kabelbinder bei den Achsen und das blaue Tape um den Druckkopf entfernt werden.

Die Montage Zeit beträgt ca. 10 min. Diese kann in 3 Stufen eingeteilt werden.

In der ersten Stufe montiert man den NFC-Spulhalter und schließt ihn an. Dabei muss man den Drucker vorsichtig auf die rechte Seite legen, um an die NFC-Buchse heranzukommen. Wenn man das Kabel richtig verlegt hat, kann man den Drucker wieder aufstellen und die Kabelabdeckung anbringen.

In der nächsten Stufe öffnet man die vorderen Klemmen beim Druckbett. Die mitgelieferte Glasplatte wird nun von vorn darauf geschoben und mit den Klemmen wieder fixiert.

Jetzt sind wir schon in der letzten Stufe. Bei dieser muss der Drucker nur noch ans Stromnetz angeschlossen werden. Hierbei ist die Ausrichtung des Steckers zu beachten, um Schäden an der Steckverbindung zu vermeiden.

So, das war`s schon mit der kurzen und knappen Einrichtung des Ultimaker 3 Extended. Was ich noch mit erwähnen möchte, falls du dir diesen 3D-Drucker kaufen möchtest, ist, dass du dich von vornherein erkundigen solltest, welchen Netzstecker Typ das Kaltgerätekabel besitzt. In meinem Fall war ein Netz-Stecker-Typ I (Australien, Neuseeland, China) dabei. Ich kann dir aber nicht genau sagen, ob das vielleicht nur ein Versehenen war. Nichtsdestotrotz war die Einrichtung sehr leicht und unproblematisch.


Fazit der Montage:

Positiv: Leichte und unkomplizierte Montage, gute Dokumentation in der App und im Benutzerhandbuch


Negativ: Falscher Netzstecker Typ (leicht zu beheben)


4.Einrichten und Vorbereiten

Nachdem der 3D-Drucker an das Stromnetz angeschlossen ist, wird er mittels eines kleinen Kippschalters auf der Rückseite angeschaltet. Im Display werden dir die folgenden Arbeitsgänge schrittweise erklärt. Wenn man der englischen Sprache nicht ganz so mächtig ist, dann sollte man in den Einstellungen die Sprache gleich ändern. Die Navigation durch das Menü wird mittels des Knopfes gesteuert.

Die Print-Core einrichten

Der Ultimaker 3 verfügt über zwei austauschbare Print Cores im Druckkopf.  Der erste Print Core ist bei der Lieferung schon im Druckkopf, sodass man nur den zweiten Steckplatz belegen muss. Hier ist zu überlegen, mit was für Material man drucken möchte. Dementsprechend wird der zweite Print Core ausgewählt. Wenn mit ABS, PLA oder ähnliches gedruckt wird, dann benutzte den zweiten AA-Print-Core. Sollte man jedoch die Absicht haben Stützmaterial aus PVA zu drucken, dann benutzt man den BB-Print-Core, da dieser eine spezielle Geometrie besitzt, um Verstopfungen oder ähnliches zu vermeiden.

Wenn der zweite Print-Core reingeklickt ist, wird dieser automatisch vom Ultimaker erkannt und die Lampen leuchten dann hellblau auf.

Ultimaker mit Material beladen

Bevor wir nun mit dem ersten Druck beginnen können, muss der 3D-Drucker natürlich mit Material bestückt werden. Hierbei wird zuerst der zweite Print-Core beladen. Auch hier wird man tatkräftig vom Drucker unterstützt, der dir Schritt für Schritt sagt, was zu machen ist. Das Ziel dabei ist es, dass bei beiden Düsen Material herauskommt. Wenn man hauseigene Materialen von Ultimaker nimmt, werden diese automatisch erkannt und an deinen 3D-Drucker weitergegeben.

Was ich noch hier anmerken möchte, ist, dass es nicht immer reibungslos funktioniert, besonders wenn zwei NFC- Materialien verwendet werden. Hier kann der Ultimaker sich nicht immer entscheiden, zu welchem Print-Core er es zuordnen soll. Das ist jedoch nur ein kleines Problem, da man es auch manuell einstellen kann.

Firmeware und Cura Software

Nun hat man den 3D-Drucker mit Material bestückt und die Print-Cores ordnungsgemäß installiert. Jetzt muss nur noch die W-Lan Verbindung erstellt und der Ultimaker 3 Extended mit einer Cura Software synchronisiert werden. Für den Ultimaker 3 muss mindestens Cura 2.3 verwendet werden.

Fazit vom Einrichten:

Positiv: Schrittweise und verständliche Erklärung der Arbeitsgänge, Print-Core Installation problemlos erfolgt


Negativ: Materialerkennung hat nicht immer funktioniert


Info: Nachdem alle Arbeitsgänge erfolgreich abgelaufen sind, wäre der Ultimaker 3 Extended theoretisch bereit für seinen ersten 3D-Druck. Da die erste Kalibrierung der Achsen vom Hersteller übernommen worden ist. Da ich einmal in der Materie stecke und gern alles vom 3D-Drucker wissen möchte, hab mich entschieden die Kalibrierung selbstständig nochmal durchzuführen.


5.Kalibrieren der Achsen

Bei der Kalibrierung der Achsen sollte man am besten mit der Z-Achse anfangen, um eventuelle Schäden auf der Glasplatte zu vermeiden. Das ist die sogenannte Druckbettnivellierung. Dies, kann manuell mittels der mitgelieferten Kalibrierungskarte erfolgen oder man lässt es automatisch vom Drucker durchführen. Bei beiden Varianten siehst du eine detaillierte Beschreibung der Arbeitsgänge auf dem Display.

Wenn die Nivellierung des Druckbettes abgeschlossen ist, sollte man die Kalibrierung der X- und Y-Achse durchführen. Im Benutzerhandbuch wird diese wie folgt beschrieben.


Starten der Kalibrierung:

  1. Gehe zu System->Wartung->Kalibrierung->XY-Versatz kalibrieren.
  2. Der Ultimaker 3 wird nun eine Rasterstruktur auf dem Druckbett drucken. Jetzt musst du bis zur Fertigstellung warten.
  3. Nachdem der Ultimaker 3 abgekühlt ist, entferne die Glasplatte vom Drucker und platzieren diese auf dem XY-  Kalibrierungsblatt. Stelle sicher, dass das gedruckte Raster exakt auf den beiden Rechtecken auf dem Blatt platziert ist.
  4. Finde die ausgerichteten Linien auf dem gedruckten Raster mit der Bezeichnung X und schaue, welche Zahl zu diesen Linien gehört. Gebe dann diese Zahl als den X-Versatzwert auf deinem Ultimaker 3 ein.
  5. Finde die ausgerichteten Linien auf dem gedruckten Raster mit der Bezeichnung Y und überprüfe, welche Zahl zu diesen Linien gehört. Gebe dann diese Zahl als den Y-Versatzwert auf deinem Ultimaker 3 ein.

Diese Werte werden dann für die entsprechenden Print-Cores Paare gespeichert, sodass du diese Kalibrierung nur noch selten durchführen musst. Wenn alles reibungslos funktioniert hat, kann der erste 3D-Druck mit zwei verschiedenen Materialien bzw. Farben beginnen.

Fazit vom Kalibrieren:

Positiv: Verständliche und logische Anleitung auf dem Display, viele automatische Abläufe


Negativ: Nichts Negatives aufgefallen


6.Druckbetrieb

Zu dem vielen Zubehör gehörte auch ein 16GB Stick. Auf diesen findet man das Benutzerhandbuch in diversen Sprachen, aber auch 3 Druckdateien. Für meinen ersten Druck habe ich mich für das Minical entschieden. Im Anschluss wurden noch andere Modelle gedruckt mit den unterschiedlichen Materialkombinationen.

Die folgenden Druckerzeugnisse:

previous arrow
next arrow
previous arrownext arrow
Slider

Fazit vom Druckbetrieb:

Positiv: Hohe Druckqualität, leise beim Druck, manuelle Einstellungsänderung während des Druckes, einfaches und schnelles wechseln der Print-Cores


Negativ: Durchschnittliche Auflösung der eingebauten Kamera


7.Wartung

Um stehts qualitativ hochwertige Drucke zu erhalten, benötigt der Ultimaker 3 Extended eine regelmäßige Wartung. Diese kann in vier verschiedene Arbeitsgebiete aufgeteilt werden.

  • Firmeware aktualisieren
  • Schmierung der Achsen
  • Säubern des Druckers
  • Wartung der Print-Cores

Ich möchte das Thema nicht unnötig in die Länge ziehen, da der komplette Ablauf auch im Benutzerhandbuch zu finden ist. Doch was ich hier noch kurz erwähnen werde, sind die Wartungsintervalle. Das heißt, welche Wartungsarbeiten, wann und wie oft, gemacht werden sollten. Diese Intervalle werden von Ultimaker vorgegeben.


Monatlich: Drucker reinigen, Ölen der Achsen


Viertel Jährlich: Achsspiel überprüfen, Spannung der Zahnriehen überprüfen, Auf Verschmutzungen am vorderen Lüfter des Druckkopfes überprüfen, Qualität der Silikondüsenabdeckung überprüfen, Print-Cores reinigen, Leitspindel Z-Motor fetten


Jährlich:Feeder reinigen und Bowden-Tubes ersetzen


Gesamtfazit vom Ultimaker 3 Extended:


Es beginnt mit einer gut durchdachten Verpackung und endet in wirklich sehr guten Druckergebnissen. Der Ultimaker 3 Extended hat mich schon nach kurzer Zeit sehr überzeugt und der Kontrast zu meinem selbst zusammengebauten Ultimaker Original Plus ist extrem. Trotz der nicht überragenden Bildqualität der Kamera, empfinde ich diese als sehr nützlich, um ab und an ein Auge auf den Druck werfen zu können. Das leichte Wechseln der Materialspulen und das automatische Erkennen von hausinternen Materialien würde ich trotz kleiner Erkennungsprobleme als sehr gelungen bezeichnen. 


Meines Erachtens besticht der Ultimaker 3 Extended besonders durch seine hohe Qualität bei zweifarbigen Modellen. Auch die Wiederholgenauigkeit und das Drucken von wasserlöslichem Stützmaterialien geben neue Möglichkeiten beim Erstellen von 3D-Modellen, sodass die Grenzen des Machbaren weiter ausgedehnt werden.


Natürlich sollte man ein wenig Erfahrung zum Thema 3D-Druck mitbringen, um das Optimum aus dem 3D-Drucker herauszuholen. Doch in der großen und sehr aktiven Ultimaker Community wird dir bei Problemen sofort geholfen, was auch ein großer Pluspunkt für die 3D-Drucker der Ultimaker-Familie ist.


Auch wenn die meisten Menschen, die von mir erwähnten positiven Dinge für einem 3D-Drucker dieser Preisklasse erwarten, so finde ich schon, dass der Ultimaker 3 Extended mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis überzeugen kann. 


Das war mein kleiner Testbericht zum Ultimaker 3 Extended. Ich bin gespannt, was die Zeit mit sich bringt und was für tolle Produkte in der nächsten Zeit hergestellt werden. Falls du dich jetzt entschieden nun selbst einen zu kaufen und noch fragen hast, dann schreib es einfach in den Kommentaren oder nutze mein Kontaktformular.

Ultimaker Original Plus – Aufbau und meine ersten Erfahrungen

Ultimaker Original Plus

Ultimaker Original Plus

Datenblatt des Ultimaker Original Plus :

  • Features: Heated Bed, 100% Open Source und somit Upgradebar, UltiController inklusive, Dual Extruder Upgrade optional


  • Bauvolumen: 210mm x 210mm x 205mm


  • Schichtstärke: 0.2-0.02mm


  • 3D-Druck Geschwindigkeit: 30 mm/s – 300 mm/s


  • Travel speed: 30 mm/s – 350 mm/s


  • Empfohlener Filamentdurchmeser: 2.85 mm der Premium Innofil3D Filamente

Warum habe ich den Ultimaker Original Plus gewählt?


Da ich zur Zeit nur theoretisches Halbwissen über den 3D-Druck besitze war es für mich ein wichtiges Entscheidungskriterium das es sich um ein Bausatz handelt. So versuche ich von der Basis aus mich mit dem Thema zu beschäftigen und mein Wissen über den 3D-Druck zu erweitern. Der Ultimaker Original Plus ist nicht mehr das aktuellste Modell, aber die Bewertungen und Eindrücke die ich im Internet von anderen Leuten gefunden habe überzeugten mich das dies mein erster 3D-Drucker wird.

Dieser Bausatz zeichnet sich besonders durch die enorme Geschwindigkeit, die hohe Schichtauflösung und dem große Druckraum aus, außerdem hat mir die Holzoptik echt gefallen.Was nicht unerwähnt bleiben darf ist die Tatsache das die Firma Ultimaker ein gestander Hersteller von 3D-Drucker ist und es schon ein rießige Communtiy mit dieversen Foren rund um diese 3D-Drucker enstanden sind. Mit ca. 1500€ ist dieser Drucker schon eine relativ hohe Investition doch ich bin überzeugt davon, dass er das Geld wert ist.


Kurze Einführung


Den Ultimaker Original Plus habe ich bei der Firma 3Dmensionals gekauft.Das Paket kam nach fünf Werktagen pünktlich und in einem Einwandreien zustand bei mir an. Bevor ich zu dem Aufbau komme möchte ich vorab sagen das ich sehr zufrieden mit dem Bausatz bin doch man sollte sich wirklich Zeit lassen und ein gesundes Nervenkostüm besitzen. Die Dokumentation ist nur auf Englisch erhältlich deshalb sollte man die Arbeitschritte zweimal lesen um diverse Fehler zu vermeiden.


Was mir persönlich sehr geholfen hat ist das Buch "3D-Druck für Anspruchsvolle" von Christian Rattat. Hier gibt er dir wichtige Informationen auf was du achten solltest und durch die beigefügten Bilder kann man die Arbeitsschritte sehr gut nachvollziehen. Mit dem Buch, der Anleitung und ein bisschen handwerklichen Geschick sollte dir der Aufbau selbst auch gelingen.

Ultimaker Original Plus - Originalverpackung

Originalverpackung von Ultimaker

Buch von Christian Rattat


!!!Der Aufbau beginnt!!!


Tag 1:                      Holzrahmen, Montage der X- und Y-Achsen


Begonnen habe ich mit dem Aufbau des Holzrahmens. Man sollte die Außenkanten zuvor mit Schleifpapier bearbeiten um den Zusammenbau zu erleichtern. Dieser ist relativ leicht zu bewerkstelligen und ist ein hervorragender Einstieg.Nachdem der Zusammenbau und die Montage der Endschalter erfolgt ist, habe ich begonnen die Motoren der X- und Y-Achse an dem Gehäuse zu befestigen.

Montage der Endschalter

Das fast fertige Gehäuse

Montierte Schrittmotoren


Tag 2:                                           Gleitblöcke, Montage der Wellen


Am nächsten Tag begann ich mit der Montage der Gleitblöcke. Jeder von ihnen besteht aus fünf Holzteilen und diese werden auf das Gleitlager aus Messing gedrückt. Hier ist besonders die Lage und die Nummerierung der Holzteile zu achten um später die Gleitblöcke nicht wieder auseinander bauen zu müssen. Als ich damit fertig war begann ich die Wellen für die X-und Y-Achse in das Gehäuse anzubringen und auf diese die Gleitblöcke zu schieben.

Zusammengebaute Gleitlager

Vormontage der Wellen und Gleitblöcke

Montierte Wellen und Gleitlager im Gehäuse


Tag 3:                                          Heizbett und die Druckeinheit


Am Samstag befestigte ich das Heizbett an der Glasplatte und montierte die Z-Achse in das Gehäuse. Hier darauf folgten jetzt der Zusammenbau und die Montage der Druckeinheit und der Drucker war im Großen und Ganzen fertig gebaut. Bei den arbeiten benötigt man ein wenig Fingerspitzengefühl

Montiertes Heizbett im Gehäuse

Druckeinheit


Tag 4:                        Materialvorschubeinheit,Ausrichten der Achsen


Am letzten Tag musste ich nur noch die Materialvorschubeinheit montieren. Der nächste Schritt war das Ausrichten der X-und Y-Achse und das Einstellen der Zahnriehmen. Als dies erledigt war macht ich mich daran die Kabel mit dem Mainboard zu verbinden und begann mit dem ersten Test.

Materialvorschubeinheit

Der fertige Ultimaker Original Plus


Mein Eindruck vom Aufbau:


Sehr gute Beschriftung am Drucker und geradliniger Aufbau in der Beschreibung. Wer der englischen Sprache nicht so mächtig ist sollte sich das am Anfang vorgestellte Buch kaufen, denn dies ist wirklich eine sehr große Hilfe. Persönlich muss ich sagen das der Zusammenbau echt Spass gemacht hat und ich es jeden Neuling empfehlen kann. Natürlich bleiben Fehler nicht aus doch daraus lernt man und durch die Ultimaker Community hat man sehr viele Ansprechpartner die dir bei deinen Problemen helfen.

Kurze Aufzählung meiner Fehler:

  • Pulleys falsch auf die Welle montiert
  • Falsche Reihenfolge bei der Montage der Gleitblöcke
  • Z-Endstopper zu locker montiert
  • Nozzle nicht richtig fest gedreht, deswegen lief das flüssige Filament über den Alublock (daraus folgte eine verstopfte Düse)
  • Es wurde nicht genügend Druck in der Materialvorschubeinheit ausgeübt daraus folgte das das Material nur sporadisch transportiert worden ist

Kurzer Tipp: Man sollte sich auf alle Fälle Zeit lassen beim Zusammenbau und sich selbst nicht unter Druck setzen durch irgendwelche Vorgabezeiten. Die Arbeitsschritte möglichst zweimal durchlesen um Fehler zu vermeiden.

​Druckfotos

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