"Die Zukunft kann man am besten voraussagen,

wenn man sie selbst gestaltet."

Alan Kay

3D-Scan - Digitalisiere deine Umgebung!

Was ist ein 3D-Scan?

Der 3D-Scan erfasst Punkte und Konturen dreidimensional im Gegensatz zum Flachbettscanner, der nur zwei Dimensionen erkennt. Mit 3D-Scannern können also Gegenstände und Werkstücke räumlich erfasst und anschließend auch so dargestellt werden, was wiederum gute Vorlagen für den 3D-Druck liefert: Du kannst Dir Dein Objekt vorab schon anschauen. Neben der selbst Konstruktion und das Verwenden von bestehenden Druckdateien(Content-Plattform) ist dies eine weitere Möglichkeit der 3D-Datengewinnung.

Wie funktioniert ein 3D-Scan?

Es gibt hierfür verschiedene Verfahren. Prinzipiell muss natürlich das zu scannende Objekt in drei Dimensionen (Höhe, Breite, Tiefe) ausgemessen werden, doch es lassen sich auch aus zweidimensionalen Bildern 3D-Scans "generieren". Normalerweise liegt aber ein Objekt vor, das fotografiert und vermessen wird. Spezielle Programme werten die Daten aus und digitalisieren sie. Die Technologie ist inzwischen gut entwickelt, dadurch liegen heute 3D-Scans in wirklich guter Qualität vor. Daher interessieren sich die verschiedensten Branchen für diese Methode. Ein 3D-Scan ist hilfreich bei folgenden Branchen und Anwendungen:

  • Gebäude- und Geländevermessung
  • Digitalisierung von Skulpturen
  • archäologische Replikationen
  • Zahnmedizin
  • Körperorgane
  • Digitalisierung von Kunstgegenständen, unter anderem in Kriegsgebieten
  • 3D-Portraits von Menschen

3 Möglichkeiten wie du dein eigenen 3D-Scan machen kannst!

3D-Scan basierend auf 2D-Fotos

Eine sehr einfache Methode ist das Erstellen von 3D-Scans aus ganz normalen Fotos. Es genügen Smartphone-Bilder. Eine hohe Rechenleistung des Computers ist nicht unbedingt nötig, die Berechnung findet in der Cloud statt, beispielsweise mit kostenlosen Programmen wie 123D Catch. Das Modell muss mit rund 15 bis 20 Bildern aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen werden, wobei für verwacklungsfreie Bilder ein Stativ hilfreich ist. Die Fotos sollten mit stets dem gleichen Licht aufgenommen werden, auch muss das Objekt jeweils vollständig abgebildet werden, darf sich nicht bewegen, nicht spiegeln und nicht transparent sein. Die Bilder werden in die Cloud geladen, wo in wenigen Minuten der Scan berechnet wird. Diesen kannst du als druckbare Stl-Datei auf Deinen Rechner herunterladen.

3D-Scan mit Prime Sensor

Mit Kinect von Microsoft, einem 3D-Tiefensensor, gelingt der 3D-Scan eines Körpers, der sich sogar in Computerspiele übertragen lässt und inklusive aller Farben und Tiefen dargestellt wird. Für die Aufnahme wird Infrarotlicht auf ein Objekt projiziert. Das Programm ermittelt danach die Verzerrungen und erhält dadurch die Daten für unterschiedliche Tiefen. Nach dem Hinzufügen der Farbe kann es aus dem Scan ein 3D-Modell generieren. Microsoft Kinect ist für diesen Zweck ein relativ einfaches Programm, doch die Daten lassen sich mit bestimmten Programmen im Nachhinein bearbeiten. Für den eigenen 3D-Scan kann diese Möglichkeit mit kostengünstiger Hardware genügen.

Sehr gutes Video (Sprache:Englisch)

Professioneller 3D-Scan

Inzwischen gibt es aufgrund der hohen Nachfrage nach 3D-Drucken auch professionelle Geräte für den 3D-Scan, die aber noch in der Anschaffung viel kosten. Diese Hardware etwa von Scanify, Artec 3D, Aicon oder Makerbot leistet einiges und scannt blitzschnell. Ein Objekt kann in 0,1 s gescannt sein und wird dann unglaublich detailreich abgebildet. Auch ist die Bedienung dieser Geräte sehr komfortabel. Aus dem Scan druckt der 3D-Drucker ein naturgetreues Modell, wie beispielsweise Scanify in seinen Produktvideos eindrucksvoll vorführt.

Hersteller von 3D-Scanner
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