5 Details, die du bei der Konstruktion von 3D-Modellen berücksichtigen musst!

Die Basis aller 3D-Drucke ist das digitale 3D-Modell. Ich werde dir hier zeigen, worauf du bei der Konstruktion achten solltest und welche kleinen Kniffe es bei der Erstellung druckbarer Dateien gibt. Bei der Konstruktion, eines 3D-Druckes ist der Faktor „Erfahrung“ extrem wichtig, deshalb werde ich dir hier, meine persönlichen Erfahrungen dir präsentieren.


1. Schrumpfung beachten - eventuell größer Konstruieren

Bei der Konstruktion deiner Modelle, ist es vom Vorteil, wenn du die Schrumpfrate des Filaments mit einbeziehst. Je nach Material, Form des Teils, Stützstruktur, beheiztes /unbeheiztes Druckbett kann die Schrumpfrate variieren. Die Hersteller können nur die allgemeine Schrumpfrate angeben und es liegt an dir, diese in deiner Konstruktion mit einzubeziehen. Am Anfang wirst du einige Probedrucke benötigen, um ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Die Schrumpfrate wirst in Prozent angegeben.

2. Winkel bis maximal 45 Grad

Möchtest du Winkel bzw. Schrägen an deinem Werkstück in der Vertikalen Ebene (Z-Achse) anfertigen, dann sollten diese nicht über 45 Grad sein. Wenn du diese größer wählst, wird dir die Drucksoftware kein Fehler anzeigen, jedoch wirst du Qualitative schlechte Ergebnisse erzielen. Den je Steiler der Winkel in der Vertikalen Ebene(Z-Achse) ist, umso schlechter die Qualität deiner Schräge. Nicht nur der richtige Winkel ist entscheiden, sondern natürlich auch deine gewählten Fertigungsparameter.

Richtig

(Bild: Schräge mit einem Winkel von 45°)

Falsch

(Bild: Schräge mit einem Winkel von 60°)

3. Wandstärke bedenken

Wenn du bei deinem Werkstück dünne Wände konstruierst, dann versuche diese um ein Vielfaches von deinem Düsendurchmesser herzustellen. Somit kann die Slicer-Software die Eingaben besser verarbeiten und es kommt zu keinen ungewollten Überraschungen.

4. Eigene Stützstrukturen entwerfen

Mit den 3D-Druck kannst du Objekt entwerfen, die sonst so gut wie nicht möglich wären oder enormen Arbeitsaufwand benötigen. Doch oftmals wird beim 3D-Druck die sogenannten Stützstrukturen benötigt, um dein Werkstück ohne Qualitätsverlust herstellen zu können. Diese „Helfer“ können mittels der verschiedenen Slicer-Programme automatisch eingefügt werden. Das reicht bei einigen Modellen auch aus, aber aus meinen persönlichen Erfahrungen ist es besser, wenn man selbst bestimmen kann wo die Stützstruktur entstehen soll. Füge in die Konstruktion, deine eigenen Stützen mit ein. Was du hier beachten musst, ist das Platz zwischen Kontur und der Stütze ist. Dieser Platz ermöglicht es dir, die Stützstrukturen im Nachhinein leichter vom Objekt entfernen zu können ohne dabei dein Modell zu beschädigen.

(Bild: Selbst erstellte Stützstruktur)

5. Fase an der Unterseite

Die erste Schicht deines Druckes ist die Basis deines Werkstückes. Hier wird nach und nach dein Modell drauf aufgebaut. Da in der ersten Schicht das Material zwischen Düse und Druckbett ungehindert fließen kann, entsteht eine Spiegelähnliche Unterseite. Das Problem daran, ist das die Abmessungen der Außenkonturen größer werden als erhofft und es zu den sogenannten „Elefantenfüßen“ kommt. Um das zu verhindern, konstruiere einfach eine kleine Fase an die Unterseite. Nun hat das Material ein wenig Platz zum Arbeiten und deine Maße können besser realisiert werden. Natürlich solltest du bei der Fase die 45Grad -Regel einhalten, um ein schönes Endergebnis zu bekommen.

(Bild: 45° Fase an der Unterseite des Werkstückes)

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